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Naturerlebnisse mit den liebenswerten Langohren

Gastbeiträge / GastautorIn

„Osttirol mit allen Sinnen erleben“, so stand es auf dem Prospekt. Das war genau das richtige, für unseren Familienurlaub. Bei der Suche nach der passenden Unterkunft galt es für zwei Erwachsene, zwei jugendliche Teenies und zwei Esel, die individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Der Ortnerhof in Bobojach war geradezu ideal für uns alle.

Schon bei der Ankunft war alles perfekt vorbereitet. Die Boxen für unsere Esel Tequila und Sancho waren im nagelneuen Pferdehof untergebracht, wir in einer Familiensuite. Am nächsten Morgen konnten wir es kaum erwarten, die erste Tour zu starten. Wir bepackten unsere Tragtiere mit den Packsätteln und machten uns unverzüglich auf. Vom Ortnerhof ging es über den Fluss Isel nach St. Andrä. Hier begann der Steig auf die Berger-Alm. In blühenden Bergwiesen vor der Hütte machten wir mit unseren tierischen Begleitern die erste Rast. Schnell war uns klar, diese Landschaft ist ganz was Besonderes. Sogleich beschlossen wir, noch zur Bergersee Hütte zu wandern.

Naturerlebnisse mit den liebenswerten Langohren

Unsere tierische Begleiter hießen Tequila und Sancho

Durch Lärchenwälder, bunte Kräuterwiesen und bizarren Felsen, einer Gegend also „wie vom Herrgott erschaffen“, trugen unsere Esel trittsicher das Gepäck. Bereits vom Wetterkreuz konnte man unser Ziel erahnen, der Weg war aber noch gespickt mit vielen Herausforderungen, wie Bachdurchquerungen, steilen Steigen und sumpfigen Wiesen. Hier war Teamworking in der Familie gefragt und vertrauen, damit unsere Esel diese Hindernisse überwinden konnten. Wir alle wurden mit der Lage und dem Panorama des Berger See’s belohnt. Traumhaft eingerahmt von hohen Gipfeln liegt der grüne Bergsee. Nach der verdienten Brotzeit war der Abstieg ins Tal zum Genießen der Landschaft im Sonnenuntergang ein gelungener Ausklang.

Picknick am Wasser

Die Lebensader von Osttirol ist der Fluss Isel mit den tosenden Umbalfällen. Genau zu diesen, wollten wir mit unseren Tragtieren wandern. Entlang des natürlichen Laufes der Isel sind wunderschöne Pfade angelegt. Abseits der Massen an Menschen kann man hier die Natur in den schönsten Facetten kennenlernen. Plätze zum Picknicken findet man hinter jeder Biegung, unsere Esel waren gut bepackt mit allen was man dazu benötigt.

Nach der langen Tour gönnten wir uns ein Picknick am Wasser

Nach der langen Tour gönnten wir uns ein Picknick am Wasser

Traumblick zum größten Berg Osttirols

Einen Tipp von unserer Herbergsfamilie Kratzer ist es zu verdanken, dass wir eine Trekkingtour zur Lasnitzer Hütte unternahmen. Auf einer Forststraße marschierten wir mit unseren Langohren durch Bergwälder mit uralten Fichten und Tannen. Eigentlich keine große Herausforderung, jetzt wo wir so gut im Training sind. So richtig voran kamen wir aber dennoch nicht. Es lag an den grandiosen Aussichtsmöglichkeiten. Der Großvenediger präsentierte sich bestens, man kann sagen „wie gemalt“. Hinter jeder Biegung ein noch schöneres Bild. Ja, wir wurden so richtig berauscht nach dieser Landschaft in Osttirol.

Die Landschaft war unglaublich: Hier mit Blick zum Großvenediger

Landschaft mit Blick zum Großvenediger

Doch auch die schönsten Wandertouren oder die großartigsten Aussichten reichen nicht aus, um Osttirol „mit allen Sinnen zu erleben“. Dazu ist es notwendig, im Restaurant und Hotel Ortnerhof zu speisen. Einmalige, regionale Küchen aus dem Virgental war auf alle Fälle unser kulinarischer Höhepunkt. Hans Kratzer und sein Team zauberten spektakuläre Erlebnisse für den Gaumen, Augen und Nase.

Eigentlich unbeschreibbar diese Erfahrungen in Osttirol, das muss man Erleben. Alle diese Eindrücke bleiben für immer Erhalten, bis bald Osttirol.

Vielen Dank an Sabine Deingruber für den tollen Beitrag und für die Bilder!

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