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Kauf eines Skihelms: Was ist zu beachten

Gastbeiträge Sport & Aktiv / GastautorIn

Mehrere Zehntausend Verletzte im Jahr zählen die Statistiken bei Schneesportarten wie Skifahren oder Snowboarden in den Skigebieten Österreichs, Deutschlands und der Schweiz. Viele davon betreffen auch ein empfindliches Körperteil des Menschen: den Kopf – der Sturz auf einen ungeschützten kann tödlich enden. Von daher sollte dieser auch besonders geschützt werden. Doch worauf muss man beim Skihelm kaufen achten?

Der erste Blick sollte sich auf das Material richten, denn entscheidend ist, dass der Schutz ausreichend stark ausfällt. Der Aufbau eines Helmes setzt sich aus einer stoßabsorbierenden Innen- und einer stabilen Außenschale zusammen. Hierbei gibt es drei verschiedene Konstruktionen: InMoulding, Hardshell und Hybrid.

Skihelm mit Hybrid-Shell Technologie von Smith

Skihelm mit Hybrid-Shell Technologie von Smith

Bei ersterem wird die Innere Schale durch Einschweißen oder Einspritzen fest an die Äußere angebracht, während bei der Hardshell-Variante etwas Raum für ein dazwischenliegendes Belüftungssystem gelassen wird. Hybrid Konstruktionen versuchen beide Vorteile zu verbinden. Die Belüftungsfähigkeit der Hardshell-Variante wird im vorderen Helmbereich und die Leichtigkeit des InMouldings im hinteren Helmbereich genutzt. Wichtig ist jedoch, dass die Innenschale aus EPS-Schaum und die Außenschale entweder aus ABS (Acrylnitril-Blutadien-Stytrol) oder Karbon besteht.

Komfortabel ist gleich sicher

Die Schaumschicht sollte man beim Tragen durchaus spüren. Dies sorgt dafür, dass der Helm beim Fahren nicht rutscht. Schon bei der Anprobe ist es ein Merkmal für eine gute Passform, wenn er die Kopfhaut bei Bewegung mitzieht und nicht nur die Haare. Zu eng, so dass der Träger Schmerzen hat, sollte der Helm jedoch auch nicht anliegen, sonst leidet der Komfort zu sehr darunter.

Skihelm aus Carbon Material von Casco

Skihelm aus Carbon Material von Casco

Doch nicht nur im Helm selbst ist eine gute Polsterung von Nöten, auch am Kinnriemen und vor allem am Verschluss sollte sie vorhanden sein. Sie sorgt auch hier zum einen für Komfort und zum anderen für die Sicherheit, damit der Ski Helm gut sitzt. Befestigt wird sie am Kinnriemen daher erst, nachdem diese festgezurrt und auf den Kopf eingestellt wurde. Außerdem sollte sowohl die Polsterung der Innenhülle, als auch die am Riemen abnehmbar sein, um sie reinigen zu können.

Brillenkompatibilität und Gewährleistung

Nicht nur der Schutz des Kopfes spielt eine große Rolle im Wintersport, sondern auch der Augenschutz. Daher ist die Kompatibilität des Helmes mit der Brille äußerst wichtig. Zuallererst sollte man auf die Breite des Bandes achten. Diese darf nicht zu groß für die dafür vorgesehenen Halterungen am Helm sein. Nicht zu groß sollte auch der Schlitz zwischen dem Rand der Brille und dem des Ski Helmes sein, damit der Fahrer auch optimal vor Wind und Kälte geschützt ist.

Ist das Snowboardhelm kaufen erledigt, lautet die Frage, wie lange man diesen nutzen kann. Aufgrund von Materialermüdung müssen Ski Helme nach 3 – 5 Jahren ausgetauscht werden. Falls mit dem Helm ein Unfall gebaut wurde, muss ein InMould-Helm sofort ausgetauscht werden, während ein Hardshell-Helm von einem Experten untersucht und dann gegebenenfalls auch ausgetauscht werden muss.

Tipp: Weitere Informationen und Produkte zum Thema Ski- und Snowboardhelme finden Sie hier.

Vielen Dank an Alexander Barth für den Text und die Bilder!

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