03Apr

Frühling in Osttirol

Sport & Aktiv / Claudia Isep

„Mein Gott, schon wieder kein Geld in meiner Jacke!“ Wer denkt sich das nicht jedes Mal im Frühling, wenn er den ersten Kuckuck hört. Dann heißt es halt wieder ein Jahr länger sparen und hoffen, dass dieses Sprichwort** nicht zum Tragen kommt  – aber was soll’s. Die Sonne lacht so schön vom blauen Frühlingshimmel, dass einem das eigentlich ganz egal ist.

**(Erklärung Sprichwort Wikipedia: Greif dir in die Tasche, wenn du im Jahr das erste Mal den Kuckuck hörst. So viel Geld, wie du dann dabei hast, wirst du das ganze Jahr über haben. Hast du nichts dabei, sieht’s für das folgende Jahr finanziell schlecht aus. )

Bei diesem Traumwetter vergisst man sprichwörtlich alle Sorgen.

Bei diesem Traumwetter vergisst man sprichwörtlich alle Sorgen.

Die Skiausrüstung ist inzwischen im Keller verschwunden und hat Platz gemacht für die Frühlingsbekleidung. Man sehnt sich richtig nach sattem GRÜN und nach dem lauten Schreien der Vögel. Nun wird es Zeit für die ersten Frühlingswanderungen.

Zeit für die ersten Frühlingswanderungen

Natürlich wollen wir es nicht übertreiben, so fit ist man nach dem Winter auch wieder nicht, und schneefrei muss es schon sein.

Sonnenwege, heißt die Antwort! Diese bieten sich ganz besonders im Frühjahr an, die ersten Wanderungen im Talboden zu machen. Auf der „Sunseite“ gelegen, sind sie begünstigt in der Sonneneinstrahlung und auch durch die Hanglage schnell trocken.

Meine Lieblingswege, die es in Osttirol zu erkunden gibt:

  • Friedensweg
  • Naturlehrpfad Lienz
  • Vogelerlebnisweg
  • Vom alten Leben
  • Albin Egger Lienz Weg
  • Kneipp Wanderweg
  • Dolomitenblick
  • Gaimberger Dorfrunde

Im Frühjahr fängt man immer mit den einfacheren Wegen an, wie bspw. mit der Gaimberger Dorfrunde oder mit dem Vogelerlebnisweg. Dieser ist ein ganz besonders lohnender Ausflug mit Kindern. Überall am Weg begrüßen uns überdimensionale Vogelfiguren, und Schautafeln erzählen uns die Geschichte der einzelnen Waldbewohner.

Mit wachsender Kondition kann man sich auch an die etwas anspruchsvolleren Wege wagen. Der letzte ist für mich immer der Dolomitenblickweg, da dieser doch eine Gehzeit von ca. 3 Stunden und einen Höhenunterschied von 600 Metern aufweist.  Allerdings wird man dabei mit einem atemberaubenden Blick auf Lienz belohnt.

Allein für diesen Blick auf den Lienzer Talboden zahlt es sich aus, die eine oder andere Schweißperle zu vergießen.

Allein für diesen Blick auf den Lienzer Talboden zahlt es sich aus, die eine oder andere Schweißperle zu vergießen.

Rastplätze laden zum Verweilen und Kraft tanken ein. Für ganz sportliche Wanderer besteht auch die Möglichkeit, einzelne Wege zu verbinden.

Aber was rede ich so lange herum – man muss die Wege einfach selber gehen, damit man weiß, wovon ich spreche!

Osttiroler Wanderwege im Überblick: