Monika Hoeksema

6. April 2021

Der Bergdoktor in Osttirol

Es ist der 6. April – und bis letzte Woche drehte die Bergdoktor-Filmcrew im Defereggental und in Kals am Großglockner das nächste Winterspecial. Denn: Die wichtigste Requisite für diesen besonderen Staffel-Auftakt der beliebten TV-Serie ist der Schnee. Und davon gibt’s in Osttirol immer jede Menge.

„Wie bei einer Expedition“

„Wir haben hier vor drei Jahren schon einmal ein Winterspecial gedreht und hatten die Region in bester Erinnerung“, sagt Produktionsleiter Christian Ronning. „Von daher kannten wir bereits die Menschen und die Möglichkeiten, die uns das Tal bietet.“ Und das bietet viel – während des Drehs und danach. Ronning schwärmt von einer Schneeschuhwanderung, die er mit Kolleginnen und Kollegen zur Motivbesichtigung unternommen hat. Schauspieler Heiko Ruprecht, der in der Serie den Hans Gruber, den Bruder von Dr. Martin Gruber spielt, ergänzt: „Wenn 40 Leute mit schwerer Kameraausrüstung eine Bergflanke raufkraxeln, um an einer abgelegenen Location einen spektakulären Blick für eine Szene zu finden, kommt man sich manchmal vor wie bei einer Mount-Everest-Expedition. Dieses Mal konnten Hans Sigl und ich sogar mal richtig für die Kamera Skifahren, was großen Spaß gemacht hat.“ 

Und wie immer beim Drehen ist vieles nicht planbar: „Wir mussten im Tiefschnee mit der kleinen Yuna (sie spielt die achtjährige Flora) einen Hang runterklettern. Da der Schnee für die Kamera ja unberührt sein muss, kann man das vorher nicht proben und weiß deshalb nicht genau, was einen erwartet. Als die Kamera lief, ging´s also los, aber aus dem Runterklettern wurde ein rasantes Runterrutschen und unten sind wir im Tiefschnee stecken geblieben. Ein großer Spaß für uns alle.“

Auch der Bergdoktor Hans Sigl war sichtlich von Osttirol begeistert. Auf seinen Social Media Kanälen schwärmt er nicht nur vom vielen Schnee im Defereggental – er lässt die Follower auch an den besonderen Eigenheiten des Defereggentales teilhaben. So wird von ihm das Leuten der Kirchenglocken in St. Jakob festgehalten und mit der ganzen Welt geteilt.

Unvergessliche Momente beim Bergdoktor Dreh

Für die Kinder war das Drehen mit Hans Sigl und Kollegen ohnehin ein ganz besonderes Erlebnis. „Das Allerbeste war, dass wir ihn live erlebt haben“, sind sich alle einig. Joleen Scheiber und Hannah Erlsbacher, beide neun Jahre alt, aus St. Jakob im Defereggental fanden den „Dr. Gruber“ „total nett“. Spannend für sie war zu erleben, wie Filmszenen entstehen.

Auch abseits laufender Kameras erlebten Schauspieler wie Filmcrew ein paar unvergessliche Osttiroler Momente. Heiko Ruprecht erinnert sich besonders gern an eine Skitour oberhalb von St. Jakob im Defereggen: „Das war unglaublich schön. Erstaunlicherweise sind da oben im Moment große Schneeflächen vom Saharastaub bräunlich gefärbt. Ansonsten zieht es mich morgens häufig mit meinen Skatingskiern auf die super präparierten Langlaufloipen durchs Tal—mein Lieblingssport im Winter.“ Als begeisterter Skitourengeher werde er „dieses tolle Gebiet sicherlich auch mal privat ausführlich erkunden. Und wie wir ja auch dieses Jahr sehen konnten: Schnee gibts hier immer mehr als genug!“ 

Der Abschied vom Bergdoktor aus dem Defereggental

Inmitten der traumhaften Winterlandschaft des Skizentrums St. Jakob i. D. verabschiedet sich Hans Sigl nach dem Dreh des Winterspecials bei all seinen Followern.

Das Bergdoktor-Winterspecial wird im Januar 2022 ausgestrahlt. 

Titelbild: (c) ZDF/Barbara Bauriedl