Elena Wibmer

8. Juli 2019

Claire und Vincent vom Berggasthof Faschingalm

Eine Geschichte so facettenreich wie das Leben

Im Sommer 2017 kamen die beiden Luxemburger Claire und Vincent Backes zum ersten Mal nach Osttirol, ursprünglich auf der Suche nach einem Bed&Breakfast. Verschiedene Lokalitäten besuchten sie, doch bei der Faschingalm war es Liebe auf den ersten Blick.  Durch den Erwerb der Faschingalm inmitten des Ski- und Wandergebietes Zettersfeld auf 1662 Metern Seehöhe haben sich die beiden ihren Traum vom Leben und Arbeiten mitten in den Bergen erfüllt. Seit jeher führen sie den Gasthof mit vollstem Herzblut. Jeden Tag verfolgen sie gemeinsam ihren Traum und das spürt man in jeder Ecke und bei jedem Handgriff.

Lebensfreude pur

Mit einem herzlichen „Willkommen in meinem Haus“ werde ich von Claire begrüßt. Beim Betreten der Hütte verspüre ich sofort ein besonderes Gefühl.

Der Innenraum sprüht förmlich vor Lebensfreude, in jeder Ecke die Liebe zum Detail erkennbar, gepaart mit gemütlichem Hüttencharme. Die Lebensfreude und positive Energie lassen sich wohl auf die Kunstwerke von Claire zurückführen. Ein Kunstbuffet liebevoll verziert mit ihren Taschen, die Wände geschmückt mit Gemälden. Kunstvoll bemalte Gläser und Seidentücher runden das Ambiente ab. Jedes einzelne Stück ein Unikat, von Claire selbst liebevoll mit Hand bemalt.

Die Stube lädt zum Verweilen ein und schenkt Zeit zum Entspannen. Das Knistern des Kaminfeuers sorgt dabei für eine behagliche Wohlfühlatmosphäre. Auf Musik wird tagsüber bewusst verzichtet. Gäste sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Sie sollen die Ruhe des Berges spüren und die zwischenmenschliche Kommunikation soll dabei in den Vordergrund gerückt werden. Und die Sonnenterrasse überzeugt zu jeder Jahreszeit mit einer atemberaubenden Aussicht. Im Winter machen es Heizstrahler und Kuscheldecken komfortabler.

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Faschingalm feiert 2019 ihr 190-jähriges Jubiläum. Dies wird über das ganze Jahr verteilt mit unterschiedlichen Veranstaltungen gebührend gefeiert.

Kulinarik auf der Faschingalm

Kulinarisch werden die Gäste im Berggasthof Faschingalm vom Küchenteam rund um Chefkoch Lukas Gröfler verwöhnt. Ganz nach dem Motto „A guats Essn isch Balsam für die Seele“ überzeugt er mit seinen Kochkünsten als Haubenkoch. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, von traditionellen Osttiroler Spezialitäten bis hin zu exotischeren sowie ursprünglichen kulinarischen Schmankerln. Frische Zutaten direkt aus der Region, manche Kräuter sogar aus eigenem Anbau.

Mehr als ein traditioneller Gasthof

Der Berggasthof hat neben seiner atemberaubenden Aussicht auf die umliegende Bergwelt Osttirols und den Lienzer Talboden noch viel mehr zu bieten.

Kunst wird auf dem Berggasthof Faschingalm großgeschrieben. Für einheimische Künstler ist im Herzen der Faschingalm ein ganz besonderes Plätzchen reserviert. Neben den hauseigenen Werken findet man Gemälde unterschiedlicher Künstler aus der Region – darunter Sebastian Rainer, Hannes Egger, Peter Egartner und Klaus Köck.

Eine herzerwärmende Geschichte

Völlig begeistert von ihren Kunstwerken wundere ich mich über ihren Weg in die Kunst. Meine Vermutung war eine jahrelange Karriere in diesem Bereich – auf jeden Fall wirkt es so.  Doch dem ist nicht so.

Claires Welt war nicht immer so farbenfroh. In Wahrheit entdeckte sie ihre Liebe für Kunst nach einer sehr schweren Zeit. Die Kunst war ihre Therapie, um schweren Depressionen zu entkommen. Es war die heilende Kraft der Liebe, die sie rettete.

Alles begann damit, dass ihr Mann Vincent ihr damals 2 Pinsel in die Hand drückte, um damit die Türen ihres Hauses zu bemalen. Ihre Arbeit täglich zu sehen machte sie glücklicher als je etwas zuvor. Sie beschreibt es wie eine Überflutung positiver Energie. Ich spüre ihre starke Persönlichkeit nicht nur in ihren Worten, sondern erkenne sie vor allem auch in ihren Kunstwerken. Claire sagt, sie fühlt sich wie neugeboren als Künstlerin. Dort findet sie ihre Lebensfreude tagtäglich wieder. Während wir sprechen, fließen Tränen über unsere Gesichter. Tränen vor Freude. Tränen vor Rührung.

Der Beginn einer Erfolgsgeschichte

Nach drei Monaten waren alle Türen bemalt und es folgten erste Bilder auf Leinwänden. Welches Ausmaß dies annehmen würde, vermutete niemand, es war auch keine Absicht. Doch es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Die erste Ausstellung fand noch im selben Jahr statt – mit mehr als 150 Bildern, welche Claire in neun Monaten anfertigte. Manchmal waren es sogar drei Gemälde pro Nacht. Das Erfolgsrezept? Eine Kombination aus Emotionen, positiver Energie und purer Leidenschaft. Es war ein Höhenflug – von Paris, nach New York über China und Kalifornien. Im Jahr 2015 war dann die Idee geboren, die Kunstwerke auf die Straße zu bringen. Das war die Geburt der tragbaren Kunstwerke SakaNaNas.

SakaNaNa – a message of love

So individuell wie ihr Weg in die Kunst ist auch der Name SakaNaNa entstanden. Vincents Liebe hat sie nicht nur geheilt, sondern auch das Wortspiel der Marke geht auf seinen Namen zurück. „As-tu ton sac, nana?“ (Hast du deine Tasche, Mädl?) pflegt er vor dem Ausgehen zu seiner Frau zu sagen. „Sak“ bedeutet Tasche und „nana“ so viel wie Mädl. So war der Name Sakanana entstanden.

Ihre Taschen bezeichnet Claire selbst als „walking paintings“, es soll einen frohen und lebensbejahenden Kontrapunkt zum oft grauen Alltag setzen. Passend dazu die Botschaft der Marke „SakaNana – a message of love“.Sie will anderen mit ihren Kunstwerken ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das hat sie auf alle Fälle erreicht. Mich hat sie bereits damit begeistert, aber auch Stars wie Model Natascha Bintz, die Mutter von Naomi Campell und die Erbgroßherzogin Stéphanie zeigen sich mit einer SakaNaNa Handtasche. Claire hat es mit ihrem Konzept geschafft, Kunst eindrucksvoll auf die Straße zu bringen und andere mit ihrer Lebensfreude und positiven Energie in den Bann zu ziehen.

So kunterbunt wie ihr Leben und ihre Kunstwerke ist auch ihre Gästeschicht – der Mix aus Kulinarik, Kunst und positiver Energie lädt jedermann zum Wohlfühlen und Entspannen ein.

Ich freue mich auf alle Fälle schon auf meinen nächsten Besuch bei Claire und Vincent auf der Faschingalm.