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8. April 2021

Frühlingsgefühle in Wanderschuhen: Die 5 schönsten Frühjahrstouren

Das große Erwachen der Natur beginnt: Mit der Schneeschmelze kehren Farbe und Leben zurück. Am Fuße der höchsten Berge Österreichs breitet sich ein Meer aus Krokussen aus, der Almrausch färbt die Berghänge rosa, Zug- und Singvögel fliegen durch die Lüfte, in den Baumwipfeln ertönen Balzgesänge, Kräuter und Zirben verströmen ihren Duft und für so manchen Langschläfer ist die lange Winterzeit vorbei. Wer sich im Osttiroler Frühling die Wanderschuhe knüpft und sich zu Frühjahrstouren aufmacht, wird direkter Zeuge von den Neuanfängen der Natur. Auf den folgenden 5 Wandertouren zeigen sich in wenigen Wochen die besonders üppige Blumenpracht, die ersten Gehversuche kleiner Tierkinder und die wärmsten Sonnenstrahlen.

1: Lienzer Sonnenwege

Entlang der Sonnenseite des Lienzer Beckens, knapp oberhalb der Sonnenstadt Lienz und seinen Sonnendörfern Oberlienz, Thurn und Gaimberg, verlaufen die Sonnenwege. Sie bestehen aus einzelnen Themenwegen mit so klingenden Namen wie Friedensweg, Dolomitenblick oder Kneippweg. Als Frühlingshighlight bietet sich der Vogelerlebnisweg an, denn hier ist das Naturerwachen auf verschiedenste Art und Weise erlebbar – und als Wandereinstieg bestens geeignet. TIPP: Zurück in der Stadt Lienz ist ein Abstecher zum Schloß Bruck fast Pflicht – nicht nur für Kulturinteressierte ein einmaliges Erlebnis.

2: „So schmeckt die Natur“ rund um Virgen

Flora und Fauna nehmen auch im Nationalpark Hohe Tauern seine Fahrt auf. Dies sind die Schwerpunkte bei den geführten Frühjahrstouren mit unseren Nationalpark Rangern. Diese sind nicht anstrengend und mit 3 bis 4 Stunden Dauer, inklusive spannender Erzählungen der Ranger, auch für Familien und ältere Menschen geeignet.

Bei der Tour „so schmeckt die Natur“ begleiten die Ranger durch die Virger Feldfluren, eine Wiesen- und Heckenlandschaft am Fuße der Hohen Tauern. Auf dieser informativen Entdeckungsreise durch die Welt der Kräuter erfährt man etwa, welche Pflanzen heilsam oder giftig sind, wie sie schmecken und welche Geheimnisse sie bergen. TIPP: Ein anschließender Besuch im Nationalparkhaus in Matrei macht Appetit auf weitere Entdeckungstouren in das größte Naturschutzgebiet Mitteleuropas.

3: „Nature watch von oben“ im Defereggental

Auf der Frühjahrstour durch den Oberhauser Zirbenwald, dem größten zusammenhängenden Zirbenwald der Ostalpen, gewähren die Nationalpark Ranger Einblick in den Lebensraum von Murmeltier, Steinadler, Gämse, Steinbock und Bartgeier. Dabei lernt man viel über das Verhalten, die Überlebensstrategien und das Miteinander der Wildtiere. Der neue Wildtier-Beobachtungsturm ist der beste Platz, dem jungen Treiben des Wildtier-Nachwuchses zuzusehen. TIPP: Die Heilwasserwelt direkt in St. Jakob im Defereggental – Quell- und Abfüllstation des legendären Deferegger Heilwassers.

4: Eichhörnchenweg in Sillian

Ein Tipp für alle Familien, die es bei den wärmeren Temperaturen schon nach draußen zieht. Auf diesem sehr leichten Wanderweg, dem Eichhörnchenweg, gilt es seine Augen und Ohren immer offen zu halten, um die flinken kleinen Eichhörnchen auf ihren Frühlingssprüngen beobachten zu können. Führt der Weg doch meist durch die dichten Wälder rund um Sillian, dem Hauptort des Hochpustertales. Am Höhepunkt des Weges, am Sillianberg angekommen, genießt man zudem die Sonnenstrahlen, die vom gegenüberliegenden Karnischen Kamm direkt ins Gesicht scheinen. TIPP: Schau vorbei bei Pichler’s Schokoladenwelt, der süßesten Versuchung direkt im Zentrum von Sillian.

5: Talrundweg Kals am Großglockner

König Großglockner ist der ständige Begleiter am Talrundweg Kals. Nicht nur der Blick auf den 3.798 m hohen Gipfel, sondern auch die Landschaft und die Menschen, die in seinem Schatten gewachsen sind, locken auf diesem familientauglichen Weitwanderweg. Der knapp 20 Kilometer lange Erlebnisweg, der die Naturschönheiten rund um das Bergdorf Kals am Großglockner verbindet und zu Wasserspielplätzen und Wellnessliegen führt, setzt mit einer 55 Meter langen Hängebrücke das spektakuläre Highlight. Eine lohnende Wanderalternative für all jene, die die Schneefelder auf den Gipfeln ringsum noch von großen Bergtouren abhalten. TIPP: Mehr über Land & Leute erfährt man anhand traditioneller Produkte im Kalser Handwerksladen, seit 25 Jahren die Verkaufsstelle für ein „Stück Kals“.

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