Elias Bachmann

11. August 2021

Mit dem VVT-Taxi in den Wildpark Assling

Auf der Suche nach einem attraktiven Ausflugsziel für Jung und Alt? Dann bist du hier genau richtig. In der Erlebniswelt Assling kommt jeder auf seine Kosten. Alle Arten heimischer Wildtiere sind im Wildpark Assling vertreten und warten auf einen Besuch. Wildpark, Sommerrodelbahn, Waldlehrpfade, zahlreiche Spielplätze und der Bärenstadel stellen ein wahres Erlebnisparadies in Osttirol dar.

TAXI bitte!

Wenn das Wetter für den Tag ungewiss ist bietet die Erlebniswelt Assling ein perfektes Schlechtwetterprogramm. Unser Ausflugsziel erreichen Martin, Maria, die kleinen Jungs Simon und Benjamin und ich bequem und preisgünstig mit dem VVT Anrufsammeltaxi (VVT = Verkehrsverbund Tirol). Der VW Bus verkehrt im Zweistundentakt zwischen Thal, Assling, Anras und Abfaltersbach.

Ein kurzer Anruf eine Stunde vor Abfahrt, mit Name, Anzahl der Personen, Ziel und Abfahrtshaltestelle genügt und schon rollt das gelbe Anrufsammeltaxi an und das zum VVT Tarif. Natürlich gelten auch alle VVT-Tickets. Gäste, die in Osttirol übernachten, können überdies das Taxi mit einer gültigen Gästekarte gratis benützen. 

Unser Chaffeur Erwin Fuchs erklärt uns während der Fahrt, wie wir nach unserem Besuch im Wildpark am besten wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt beim Bahnhof in Thal kommen. Ganz unkompliziert melden wir uns schon für eine Rückfahrt am Nachmittag an und müssen uns darüber auch keine Sorgen mehr machen. Er gibt uns noch eine Broschüre mit allen Verkehrszeiten des Taxis mit auf den Weg, und wünscht uns einen schönen Tag. 

„Staunend dem Wunder Natur begegnen“

So lautet der Slogan des Wildparks in Assling. Der Eintritt kostet 10,50 € und Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Besonders auffällig ist die begehbare Modeleisenbahn, die sich in einer Hütte gleich nach dem Eingangsbereich befindet. Mit der Eisenbahnanlage erfüllte sich Vinzenz Lukasser 2004 einen Traum, der heute noch viele Kinderaugen zum Strahlen bringt.

Nach der Modeleisenbahn geht’s weiter zu den Meerschweinchen, Eseln, Schlangen und Hasen. Besonders imposant waren für mich die Luchse und ihr neuer Nachwuchs. So ein wildes Tier vor die Linse zu bekommen und so hautnah zu erleben war natürlich etwas ganz Besonderes. Auch die Murmeltiere sind hier im Wildpark sehr zahm und lassen sich von der Hand füttern. Die Waschbären darf man auch füttern. Sie nehmen dir das Futter mit ihren Pfoten aus der Hand.

Luchse, Waschbären, Goldschakale und Gämsen

All das gibt es hier zu sehen und noch viel mehr. Carmen Lukasser, Chefin in dritter Generation im Wildpark, begleitet uns über ein paar Stationen und erzählt uns einiges über die Gründung des Wildparks, die Haltung der Tiere und den neuesten Nachwuchs in der Tierwelt. Der Wildpark Assling ging 1975 in die erste Saison und wurde von Ing. Rudolf Diemling, Vinzenz Lukasser und Philipp Lukasser gegründet. In erster Linie ist der Wildpark Assling entstanden, um die Pustertaler Höhenstraße zu beleben und für den Tourismus etwas Attraktives zu schaffen. Was ganz klein mit Rothirschen und Wildschweinen begonnen hat, hat sich über die Jahre immer weiter vergrößert und weiterentwickelt. Die Tiere im Wildpark Assling werden nicht aus der Natur entnommen, sondern in Zoos großgezogen und untereinander ausgetauscht.

Die meisten Tiere sind auch im Winter im Wildpark unterwegs, wenn sie nicht gerade ihren Winterschlaf halten, wie zum Beispiel die Schlangen und die Murmeltiere. Lieblingstier hat Carmen keines. Jedes Tier an sich ist faszinierend, sei es die neuen heulenden Goldschakale, die imposanten Bisents oder die verspielten Frettchen. Besonders erwähnenswert sind die Neuzuwächse im Luchsgehege und die zwei Jungen bei den Goldschakalen. Im Wildpark Assling wird auch laufend versucht, neue Tierarten anzusiedeln und artgerecht zu halten. 

„Die Schwierigkeit am Halten der Tiere im Wildpark ist es, Krankheiten der Wildtiere frühzeitig zu erkennen und diese dann einzufangen und zu behandeln. Auch Tiere, wie den Luchs oder Marder im Gehege zu halten, ist für die Wildpark-Betreuer manchmal keine leichte Aufgabe“, so Carmen Lukasser. „Die Rothirsche und Damhirsche laufen in Teilen des Wildparks frei herum. Sie wissen, wo sich die Besucher aufhalten und halten sich davon auch fern.“

Wildpark Assling: Hier gibt’s nicht nur Tiere

Ein besonderes Highlight für die Kinder sind die vielen kleinen Spielplätze, die über das gesamte Areal verteilt sind. Kugelspiele, Kegelbahnen und Glockenspiele verschönern den Aufenthalt im Wildpark für die kleinsten Entdecker. Sehr beeindruckend steht vor dem Steinbockgehege ein riesiger mehrstöckiger Aussichtsturm, von dem man die Steinböcke aus luftiger Höhe in ihrem großen Gehege bestaunen kann. So nah würde man ihnen in freier Wildbahn natürlich nie kommen. Mit dem Fernglas kann man die wilden Tiere mit ihren großen Hörnern dann von ganz nah ansehen. Carmen Lukasser hat uns auch von einem begehbaren Unterwassertunnel im Fischteich erzählt, der aber leider noch nicht ganz fertig ist. Um diese Attraktion zu sehen werden, wir aber bestimmt wieder kommen.

Sommerrodelbahn Assling

Eine besondere Attraktion ist natürlich die Sommerrodelbahn, die mitten durch den Wildpark verläuft und eine wunderbare Aussicht über die Lienzer Dolomiten bietet. Ein perfekter Abschluss für unseren Aufenthalt im „Kinderparadies“.

Einkehr im Bärenstadel

Nach dem Toben und Spielen auf den verschiedenen Spielplätzen in der Erlebniswelt Assling haben sich die zwei Jungs Simon und Benjamin nun eine Einkehr im Bärenstadel verdient. Für den Bärenhunger, den wir nach dem Vormittag hatten, gab es natürlich ein großes Schnitzel. Während die Eltern im Bärenstadel auf der sonnigen Terrasse einen Kaffee genießen können, toben sich die Kinder am Spielplatz aus. Da kann es schon mal passieren, dass den Kindern die Heimfahrt schwer fällt. 

Wieder zurück zum Ausgangspunkt mit dem VVT Anrufsammeltaxi

Pünktlich, wie abgemacht, warten wir dann wieder bei der Haltestelle direkt beim Wildpark in Assling. Mit dem Anrufsammeltaxi erreichen wir dann wieder gemütlich den Bahnhof in Thal zu einem Schnäppchenpreis von 3,90 € für 3 Personen und können von dort aus mit Bus oder Zug weiter fahren.

Dieser Blogbeitrag ist Teil des Interreg Projektes SMACKER und wird in Kooperation mit dem Regionsmanagement Osttirol umgesetzt.

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