11Mai

E-Biken zu den Jagdhausalmen

Sport & Aktiv / Claudia Isep

Wie heißt es so schön: Mann/Frau muss im Leben alles einmal ausprobieren. Getreu dem Motto haben wir beschlossen, mit dem E-biken anzufangen.
Eine coole Tour musste her. Gesagt, getan! Es sollte zu den Jagdhausalmen im Defereggental gehen. Räder haben wir direkt in St. Jakob im Sportgeschäft Passler ausgeliehen. Wir bekamen nagelneue, hochwertige Sportgeräte, mit denen wir uns auf den Weg machten. Bis zum Etappenziel werden ca. 2 – 2,5 Stunden benötigt.
Zuerst wurden wir noch in die Technik eingewiesen. Naja – mir wird ja nachgesagt, dass ich ein technisches „Wildschwein“ bin, aber was soll ich sagen: auch ich hatte den Dreh mit dem Schalten nach einigen Runden im Kreis bald heraußen.

Nun konnte es losgehen: entlang der Schwarzach ging vorerst ein asphaltierter Weg, der dann in eine Schotterstraße mündete. Die Alpengasthöfe Patsch und Oberhaus ließen wir hinter uns und fuhren ganz gemütlich durch den größten zusammenhängenden Zirbenwald der Ostalpen. Die Natur kann schon beeindruckend sein und einem sehr viel Kraft geben!

Heinzelmännchen

Irgendwie konnten wir unser Glück gar nicht fassen, wie schnell wir die doch relativ lange Wegstrecke zurücklegten. Man musste schon noch in die Pedale treten, doch, sobald man den Gang erhöhte, hatte man das Gefühl, dass hinten die Heinzelmännchen heimlich das Rad anschieben würden.

Schiebende Heinzelmännchen erleichterten uns die Fahrt.Entlang der Seebachalmen ging es Kilometer um Kilometer zu unserem Ziel, den im 16. Jahrhundert erbauten Jagdhausalmen, entgegen. Als der Weg dann steil anstieg, wurde ich ein wenig unsicher, und bin lieber abgestiegen, um das Rad über den doch groben Schotter zu schieben.

 

 

Das Etappenziel naht

Also, das kann ich keinem empfehlen: die Räder sind zwar ein Traum zum Fahren, aber sehr schwer zu schieben. Nachdem wir auch dies geschafft hatten, erblickten wir am Gegenhang zum ersten Mal unser Etappenziel.

Wer kennt das nicht, das Ziel vor Augen, geht alles viel schneller – das muss an dem guten Essen und Trinken liegen, das einen dann erwartet.

Kurz bevor wir den Bach querten, um zu den Almen zu gelangen, hatten wir noch die Möglichkeit, einen Abstecher auf das Klammljoch (Übergang nach Südtirol) zu machen. Da wir jedoch nicht wussten, ob unsere Akkus bei den Rädern noch ausreichen würden, entschieden wir uns dagegen.

Endlich am Ziel – oder doch nicht? Die Almen waren erreicht und aus Erzählungen wussten wir, dass oberhalb davon das sogenannte Pfauenauge warten würde. Die „Müden“ blieben sitzen und wir gingen nun doch die ca. 50 Höhenmeter bergauf. Der Blick belohnte uns – ein kleiner, kreisrunder See, umrahmt von Almrosen und anderen Gebirgspflanzen wartete auf uns. Dieses Naturjuwel mit dem herrlichen Ausblick auf das ganze Tal war die Mühe wert. Nach einem Erinnerungsfoto für das Album ging es wieder in Richtung Heimat.

Unser Resümee des Tages lautete: E-biken ist für jedermann/-frau aller Altersstufen eine lohnende Alternative zum Wandern.