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Mit Bus und Gondel zum Wassermythos Ochsenlacke

Mit Bus und Gondel zum Wassermythos Ochsenlacke
1. September 2021

Auf der Suche nach einem Ausflugsziel für die ganze Familie? Dann bist du hier genau richtig. Die Brunnalm im Defereggental ist nicht nur ein Wanderparadies für Bergfreunde. In der neuen Spielearena Wassermythos Ochsenlacke kommen auch die Kleinsten von uns auf ihre Kosten. Und das alles bei einer grandiosen Aussicht!

Gemütlich mit dem Bus ins Defereggental

Zugegeben, der kleine Paul schaut noch ein bisschen müde aus der Wäsche. Bei der bevorstehenden Busfahrt wird er aber gleich munter. Wer mit dem Bus von Lienz kommt, hat in Huben vielzählige Möglichkeiten der Weiterfahrt. Von hier aus kann man mit Bussen ins Defereggental, nach Kals am Großglockner, nach Matrei oder nach Virgen fahren. Und das noch dazu mit kundenfreundlichen Umstiegszeiten und regelmäßigen Fahrten. Wir fahren von der Bushaltestelle Huben mit der Linie 953 bis nach St. Jakob.

Wir fahren mit dem Bus ca. eine halbe Stunde durch die Ortschaften Hopfgarten und St. Veit in Defereggen, bevor wir in der letzten Gemeinde im Defereggental ankommen – in St. Jakob. Die Aussichten, die man bei der Fahrt durch das Tal aus dem Busfenster hat, lassen die Anreise nicht langweilig werden. Besonders schön sind die vielen alten Bauernhäuser auf den Berghängen, geschmückt mit bunten Blumen. Bei der Haltestelle St. Jakob in Defereggen St. Leonhard steigen wir aus. Von hier sind es nur ein paar wenige Gehminuten zur Talstation des Skizentrums St. Jakob.

Hoch hinaus ins Skizentrum St. Jakob

Paul kann die Gondelfahrt gar nicht mehr erwarten. Die Fahrt kostet für Erwachsene 28 Euro. Kinder unter 6 Jahren gehen frei. Vom Gondelfenster aus bekommen wir einen ersten Eindruck der Venedigergruppe im Norden des Defereggentals. Bis auf 2060 m hinauf bringt uns die Gondel. Dort steigen wir aus. Als ob die Gondelfahrt für den kleinen Paul nicht schon spannend genug wäre – jetzt wird’s noch spannender! Von der Bergstation der Gondelbahn fahren wir nun mit einer 3er-Sesselbahn weiter hinauf zur Ochsenlacke auf 2.350 m Seehöhe. Zurücklehnen – Füße baumeln lassen – Aussicht genießen. So unbeschwert und bequem kommt man im Defereggental auf über 2000m Seehöhe. In nur wenigen Minuten legt man hier rund 900 Höhenmeter zurück.

Hubert Bergmann ist gebürtig aus dem Defereggental. Er ist Liftwart und hilft den Sommergästen an den Berg- und Talstationen beim Ein- und Ausstieg. Er verlangsamt die Bahn für einen kurzen Augenblick, um ein sicheres Aufsitzen zu ermöglichen. Wir plaudern ein wenig mit ihm. Besonders gut gefällt Hubert, dass er bei seiner Arbeit immer mit Menschen zu tun hat. Die frische Luft und die Atmosphäre am Berg machen seinen Job so besonders. Seitdem es den neu errichteten Spielplatz bei der Ochsenlacke gibt, ist das Skigebiet auch im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Hubert verrät uns auch seine Lieblingswanderung auf der Brunnalm. „Die zweieinhalb stündige Wanderung auf das Große Degenhorn (2.946 m) ist eine faszinierende Tour und wirklich jede Schweißperle wert“, verrät er.

Eine Arche als 360 Grad Panoramaplattform

Endlich angekommen! Von weitem sieht man von der Bergstation der Brunnalmbahn schon ein großes Boot. Als wir der Arche näher kommen stellt sich heraus, dass das eine riesige Aussichtsplattform ist. Am Geländer der Arche befinden sich Fotos mit allen Namen der Berge rund um die Brunnalm. Bei klarer Sicht und wolkenlosem Himmel sieht man sogar bis zum Großglockner!

Von der Arche aus konnten wir die wunderschön gelegene Ochsenlacke schon sehen. Im Wasser des Sees spiegeln sich zahlreiche Villgrater Berge wie zum Beispiel die Rote Spitze, das Degenhorn oder die Weiße Spitze. Auf den Wiesen rund um die Ochsenlacke machen wir kurz Rast und genießen die Idylle. Die Ruhe, die so ein Bergsee ausstrahlt, ist wirklich etwas ganz besonderes. Almromantik wie im Bilderbuch, würden wir mal behaupten. 😉

Frösche, Wasseramseln, Libellen und Co.

Als der kleine Paul dann den großen Spielplatz gleich neben der Ochsenlacke erblickte, war er nicht mehr zu halten. Die riesigen Spielgeräte aus Holz sind den verschiedenen Tieren – den Hütern des Wassers – nachempfunden und haben auch verschiedene Namen. Auf dem Frosch, Wasseramsel, Libelle, Bergmolch und Bachforelle können Kinder hier rutschen, klettern balancieren, hanteln und vieles mehr. Egal ob man auf den Netzen von Odo der Libelle herumklettert, im Frosch Anura mehrere Ebenen überwindet, um dann ganz oben die Aussicht zu genießen oder über den Rücken von Uro dem Bergmolch balanciert, hier ist Spaß garantiert! Den Kinderpark wieder zu verlassen wird jedem Kind schwerfallen.

Neben den fünf Hütern des Wassers gibt es auch noch andere Stationen zum navigieren, balancieren und klettern. Da grinst der Paul über beide Ohren. Bei der ganzen Auswahl wird einem auf alle Fälle nicht langweilig! Nachdem Paul dann noch über die Bachforelle Salmo balanciert, lässt er nach der ganzen Anstrengung am Ufer so richtig die Seele baumeln.

Mittagspause auf der Mooseralm

Umringt von der eindrucksvollen Bergwelt des Defereggentals liegt gleich unterhalb des Sees die im Jahre 1990 erbaute Mooseralm. Das Panoramastüberl auf 2350m ist der perfekte Ausgangspunkt für einige Wanderungen und ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. In nur 1,5 h und 400 Höhenmetern erreicht man von hier aus zum Beispiel den Leppleskofel (2811 m). Nachher kann man sich auf der Terrasse der Mooseralm mit verschiedensten Osttiroler Spezialitäten bedienen lassen.

Für unsere Rückfahrt reservieren wir ca. eine Stunde vor Abfahrt ein VVT Anrufsammeltaxi. Ein kurzer Anruf mit Anzahl der Personen, Uhrzeit und Haltestellen genügt. Mit dem Sessellift und der Gondel geht es dann ganz bequem wieder hinunter ins Tal. Im Sessellift kann sich einfach mal zurücklehnen, noch einmal die Aussicht genießen und entspannen. Unten angekommen rollt schon nach wenigen Minuten der gelbe VVT Bus an, um uns sicher zurück nach Huben zu bringen.

Dieser Blogbeitrag ist Teil des Interreg Projektes SMACKER und wird in Kooperation mit dem Regionsmanagement Osttirol umgesetzt.

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