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Bucket List, die ERSTE – mein perfekter Wintertag in Kals am Großglockner

Bucket List, die ERSTE – mein perfekter Wintertag in Kals am Großglockner
© Berg im Bild

Urlaub beim Chef beantragen. Check. Urlaubsdestination auswählen. Check. Unterkunftsliste online durchstöbern, Bilder des Zimmers oder Appartements begutachten, Preise vergleichen. Check. Urlaub buchen. Check(pott)! Googeln, welche Aktivitäten man vor Ort machen kann. Che… nicht ganz wirklich check! Wie soll man denn bei der großen Auswahl eine Entscheidung treffen können?
Was in diesem Fall hilft, sind Informationsseiten wie „diese 5 Dinge musst du in XY erlebt haben“ oder „Dinge, die man im Winter erledigt haben muss“. Klingt zwar ein wenig zu banal, ist aber tatsächlich ein bewährtes Mittel, um coole Beschäftigungen ausfindig zu machen und einen perfekten Wintertag in Kals am Großglockner erleben zu können. Ich vertraue diesen Tipps ständig, mach du das doch auch!

Kals am Großglockner, ein Tausend-Seelen-Dorf im Nationalpark Hohe Tauern, das dem Großglockner gnädigerweise Obdach gewährt, wird von meiner besten Freundin und mir genau auf diese Art und Weise unter die Lupe genommen.

5 Dinge, die du in Kals am Großglockner an einem Wintertag gemacht haben musst

Winterwandern!

Winterwandern ist nur etwas für Leute, die Skiern nicht mächtig sind? Oh nein, falsch gedacht! Denn Winterwandern ist so viel mehr! Mit Winterstiefeln, Mantel, Mütze, Schal und Handschuhen bekleidet durch die verschneite Winterlandschaft zu stapfen, ist wirklich magisch! Weiße Baumkronen, glitzernder Schnee unter den Füßen und frische Luft, die einem um die Nase tanzt.
Meine beste Freundin und ich wandern von Oberlesach zum Lesach-Riegel. Warum wir ausgerechnet dem Winterwandern an einem traumhaften Wintertag den Vorzug gegenüber anderen Sportarten geben? Versetz dich doch einmal in unsere Lage! Wir sind beste Freundinnen und haben einige Frauengespräche zu führen. Bei einer angenehmen Winterwanderung kommen wir also nicht so schnell außer Atem! Zudem bietet Kals am
Großglockner
einfach sehr viele wundervolle Winterwander- und spazierwege!

Werde ich noch im Büro gebraucht? Wenn nicht, bleibe ich hier. 😉 © Armin Zlöbl

Auf Langlaufskiern performen!

In Kals am Großglockner gibt es 7 Langlaufloipen und viele sportliche Ortsansässige. Grund genug auch diesen Sport einmal auszuprobieren. Meine beste Freundin und ich leihen uns beim Sportgeschäft Alpinsport Gratz an der Talstation der Kalser Bergbahn Ausrüstung aus. Mit Langlaufskiern und Stöcken bewaffnet, machen wir uns nun auf den Weg. Gut, dass die Sonnenloipe direkt vor dem Sportgeschäft startet, so bleibt uns ein Megamarsch erspart. Wir platzieren unsere Langlaufskier an einem ebenen Plätzchen, so wie es uns vom Verkäufer empfohlen worden ist und versuchen die Bindung zu öffnen. Liebe Alle, glaubt mir, an einem Hebel zu ziehen, war noch nie so schwer! Nachdem die Pflicht, also das Anziehen der Ausrüstung beendet ist, kommt
sprichwörtlich die Kür. Gleich nach den ersten Schritten merken wir: Wir sind keine Johaugs, Björgens oder Kallas! Wir zählen eher zur Kategorie „Elefant im Porzellanladen“. Nichtsdestotrotz haben auch unsere glimpflich verlaufenen Stürze an diesem Wintertag für Lacher gesorgt. Und wenn man die beste Freundin auch noch im Schlepptau hat, ist Spaß am Sport sowieso vorprogrammiert.
Tipp: Es gibt Langlaufschulen, die einem zwar nicht auf die Matura, aber auf das Leben außerhalb von Klassenzimmern vorbereiten. Auf das Leben auf der Loipe!

Z’Obnscht Rodeln! (Rodeln am Abend!)

Nachdem wir uns im Gasthof Ködnitzhof ein himmlisch zartes Holzhackersteak gegönnt haben, kommt ein Verdauungsspaziergang gerade recht. Doch unsere innere Lara Croft sagt uns, dass es nicht einzig beim Spazieren bleiben soll. Wie passend, dass die Fallwindesrodelstrecke am Abend beleuchtet ist und wir auch dieses PS-geladene Fortbewegungsmittel nutzen können! Vom Ortszentrum in Kals am Großglockner fahren wir mit dem Auto in den Ortsteil Lesach. Ein 30-minütiger Fußmarsch über eine gut zu bewältigende Forststraße führt uns zum Ausgangspunkt unserer Tour. Oben angekommen, besorgen wir uns bei der Rodelhütte unsere Allrad-Rodeln und
bereiten uns darauf vor, in (Fall-)Windeseile ins Tal zu düsen. Tränen kullern uns von den Wangen, weil der Fahrtwind in unser Gesicht bläst, Gelächter bricht aus, weil wir die Kurven umfahren als gäbe es in unserem Leben nur Geraden. Am Ziel angekommen, sehen wir aus wie zwei BÖSE SchneeWEIBLn.

Skifahren – let’s fetz!

Definition: Auf zwei bemalten Holzbrettern eine Wiese mit rund 25 % Gefälle abwärts düsen und zudem mit der Ungewissheit, jemals wieder zum Stillstand zu kommen, leben zu müssen. Und so etwas soll tatsächlich Spaß bereiten? Kaum vorstellbar! Es sei denn, man lebt sowieso am Rande des absoluten Wahnsinns. Dem ist aber nicht so im Großglockner Resort Kals-Matrei. Da es dort genügend Pisten für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis gibt, wird jedem Skifahrer die Möglichkeit geboten, sich im Rahmen seines persönlichen Fahrvermögens auszutoben.
Buh! Da es uns nach etlichen Schwüngen mit extremen Innenlagen à la Marcel Hirscher an Kraft mangelt, entscheiden wir uns für eine Hütteneinkehr. Meine beste Freundin und ich genehmigen uns ein erfrischendes Soda Zitrone und einen leckeren Steaktoast. Doch neben diesen Köstlichkeiten wird uns beim Entspannen auf der großzügigen Sonnenterrasse noch ein wesentliches Detail geboten: das Panorama auf die umliegende Bergwelt mit etlichen Dreitausender! Lunch with a view!

Skifahren, wie es sein soll! © Wörgötter
@Marcel Hirscher – die Innenlagen sprechen für sich, oder?

Neue „Kolserinnen“ (Kalserinnen) braucht das Land!

Da wir durch die in Kals am Großglockner verbrachte Zeit Land und Leute sehr gut kennengelernt haben, fühlen wir uns schon jetzt ein wenig wie Ortsansässige. Doch um die Einbürgerung abschließen zu können, müssen wir uns – so wurde es uns aufgetragen – dem Volkssport in Kals am Großglockner, dem sogenannten „Kolser Lattlschießn“, annehmen.
Auf dem Eisstockplatz bei „Michl’s Bar“ werden bewegliche Schilder mit Zahlen von 1 bis 9 aufgestellt. 9 ist Bestwert, 1 ist … na ja … nennen wir es einmal ausbaufähig. Unsere Treffsicherheit soll nicht unter der Tatsache, dass der Abend allmählich anbricht, leiden. Deshalb wird eigens für uns das Flutlicht eingeschaltet. Was zuerst wie ein Spiel in aller Freundschaft begonnen hat, entwickelt sich allmählich zu einer regelrechten Schlammschacht. Schließlich wird nicht nur um die Ehre gespielt, sondern winkt dem Gewinner auch eine Pizza in der Sportbar. Ein enges Rennen zeichnet sich ab,
dass ich schließlich in der finalen Runde für mich entscheiden kann. Jubelnd sinke ich zu Boden, tausende Fans rufen meinen Namen, Fotografen möchten mich in meiner Siegerpose ablichten.
Licht aus. Michael ruft uns zu: „Mädels, Sperrstund! Zin hoamgehn is!“ (Mädels, Sperrstunde! Zeit, zum nach Hause gehen!)

Winterblues adé!

Von dem Bedürfnis, sich in eine kuschelige Wolldecke zu hüllen, stundenlang Serien auf Netflix zu streamen und sich an einer Chipstüte zu vergreifen, ist bei einem Aufenthalt in Kals am Großglockner gar nicht die Rede. Ganz im Gegenteil. Man möchte auch an kühleren Tagen die Schönheit der Natur (er)fassen, die Stille des Winters hören und die Warmherzigkeit der Osttiroler fühlen.

Ich habe die genannten fünf Dinge schon gemacht. Nun ist es an dir, es mir gleich zu tun und den perfekten Wintertag zu erleben. Und wenn du ganz artig diese kleine Kals to-do-Liste abgehakt hast, verrate ich dir vielleicht noch mehr Geheimnisse…

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