Frühling – die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und unzählige Frühlingskräuter wachsen der Sonne entgegen. Das ist die perfekte Zeit, sich mit einem Weidenkörbchen auf die Suche nach heimischen Frühlingskräutern zu machen, um sie dann frisch gepflückt oder verarbeitet zu genießen. Meist findest du sie schon direkt am Wegesrand, oder sie liegen dir dann in Wiesen, Feld und Wald zu Füßen.
Erst beim bewussten Suchen und Finden entdeckt man die ungemeine Vielfalt der heimischen Kräuter. Sich wirklich einmal darauf einzulassen ist echt faszinierend. Wichtig ist in erster Linie ein sonniger Tag und das Gras sollte gut trocken sein, denn so entfalten die Kräuter ihre volle Kraft.
An einem schönen Frühlingstag habe ich mich auf den Weg gemacht, um mir die Natur zunächst einmal nach Hause in meine Küche zu holen. Beifuss, Frauenmantel, Gundelrebe, Spitzwegerich, Girsch oder Löwenzahn sind dabei in meinen Korb gewandert. Aber auch Vergissmeinnicht, Gänseblümchen oder Birkenblätter und Traubenkirschenblüten durften in meiner Sammlung nicht fehlen.






Und welch einfache und leckere Köstlichkeiten du dann daraus zaubern kannst, verrate ich dir hier:
1. Frühlingskräuterpesto
Dazu benötigst du:
- 1 handvoll frische Frühlingskräuter
- 1/8 lt. Öl
- 1 Prise Meersalz
- 1 EL Kerne (Sonnenblume, Kürbis, versch. Nüsse, etc.)



Zuerst gibst du die Frühlingskräuter samt Öl, Meersalz und Kerne in ein kleines Gefäß und pürierst sie dann mit dem Stabmixer. Genieße dieses herrliche Pesto anschließend zu einer deftigen Jause, mit Pasta oder ganz einfach mit verschiedenen Gebäckstangerln.
2. Wildkräuteressig mit Frühlingskräutern
Peppe deinen gewöhnlichen Apfelessig mit den gepflückten Frühlingskräutern auf und im Handumdrehen kannst du einen würzigen, selbstkreierten Wildkräuteressig genießen.
Dazu benötigst du:
- Wildkräuter
- Apfelessig
Anfänglich füllst du eine Flasche zu etwa ¼ mit Frühlingskräutern, um sie danach mit Apfelessig aufzugießen und zu verschließen. Die Flasche lässt du dann einfach gute 2 Wochen in deiner Küche stehen, bevor du deinen Wildkräuteressig genießen kannst.



3. Frühlingskräuterblumenbrötchen
Dazu benötigst du:
- Baguette
- Butter
- Frühlingsblumen
Besorge dir für deine Frühlingskräuterblumenbrötchen ein Baguette oder ähnliches. Am besten ist natürlich das Selbstgebackene! Die Brötchen bestreichst du mit Butter und legst nach Lust und Laune essbare Frühlingsblumen (Himmelschlüssel, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen, Löwenzahn, …) darauf. Das sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch noch herrlich!

4. Traubenkirschengelee
Dazu benötigst du:
- ca. 15 Traubenkirschen-Blüten
- 700 ml kaltes Wasser
- 1 kg Gelierzucker 1:1
- 1 TL Zitronensäure
Verlese die Blütentrauben, übergieße sie mit dem kalten Wasser und lass das Ganze dann gut 3 Stunden ziehen. Danach kurz aufkochen und abseihen. Die Flüssigkeit verrührst du anschließend mit dem Gelierzucker und der Zitronensäure und kochst es laut Verpackungsanweisung auf. Abschließend füllst das noch heiße, fertige Gelee in Gläser.




Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß beim Sammeln der Frühlingskräuter, gutes Gelingen und anschließend: Momente voll Genuss!
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