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Osttiroler Gesichter, Natur & Gesundheit

Fasten in Osttirol: Interview mit Fastencoach Patchman

Fasten in Osttirol: Interview mit Fastencoach Patchman
© Verena Weiler

Fasten: Osttirol als Kraftquelle für Gesundheit und innere Balance

Fasten in Osttirol. In einer Zeit, in der bewusste Erholung und nachhaltige Gesundheitsangebote an Bedeutung gewinnen, rückt Osttirol mit seiner ursprünglichen Natur, der wohltuenden Stille und dem entschleunigten Lebensrhythmus immer mehr in den Fokus. Eine Region, die nicht nur Raum zum Durchatmen bietet, sondern auch ideale Voraussetzungen für ganzheitliche Gesundheitsmethoden wie das Fasten schafft.

Manuel Patterer, der unter dem Namen Patchman als Fasten-Coach aktiv ist, ist in Osttirol verwurzelt – geografisch wie emotional. Der gebürtige Dölsacher war viele Jahre bei der Sondereinheit EKO Cobra, der Spezialeinheit der österreichischen Polizei, tätig. Seit Ende 2025 widmet er sich ganz seiner Arbeit rund um Fasten, Bewegung und bewussten Lebensstil.

Heute begleitet er Menschen durch strukturierte Fastenprogramme, Retreats und Coachings, häufig mit Osttirol als bewusst gewähltem Ort für Regeneration und neue Energie. Unterstützt wird er dabei unter anderem von Expertinnen wie der Ernährungswissenschaftlerin Mag. Stephanie Tamegger sowie von der Medizinerin und Bestsellerautorin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann.

„Osttirol bietet etwas, das viele Menschen heute suchen: Ruhe, Natur und Raum, um wieder bei sich selbst anzukommen.“

Manuel Patterer


Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wie Fasten wirkt, welche Rolle die Natur Osttirols dabei spielt und warum die Region perfekte Rahmenbedingungen für eine bewusste Auszeit bietet.

Augen schließen und die Ruhe des Augenblicks spüren
Augen schließen und die Ruhe des Augenblicks spüren

Manuel, du bist in Osttirol aufgewachsen, hast einen sehr fordernden Beruf und dich dennoch intensiv dem Thema Fasten gewidmet. Wie kam es dazu?

Manuel: Ich bin in Osttirol aufgewachsen und nach der Matura zunächst weggegangen. Viele Jahre war ich beim Einsatzkommando Cobra tätig. Der intensive Berufsalltag hat mir aber auch gezeigt, wie wichtig körperliche und mentale Balance sind.

Der Zugang zum Fasten kam eher zufällig: Aufgrund einer hartnäckigen Entzündung im Ellbogen habe ich mich damit beschäftigt und selbst eine Fastenphase ausprobiert. Die positiven Veränderungen haben mich überrascht und mein Interesse geweckt. Ja, das war der Gamechanger.

Ich begann mich intensiv mit Autophagie und den Prozessen im Körper während des Fastens zu beschäftigen und sammelte erste Erfahrungen im persönlichen Umfeld. Daraus entwickelte sich meine eigene Fastenmethode, die ich gemeinsam mit Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann, einer renommierten Expertin im Bereich Fasten und Mikrobiom, weiter vertieft habe. Heute arbeite ich mit einer strukturierten Fastenmethode und bin seit Ende 2025 hauptberuflich als Fasten-Coach tätig.

Welche Ausbildung qualifiziert dich als Fasten-Coach und wie verbindest du sie mit deiner Erfahrung aus dem Polizeidienst?

Manuel: Gesundheit hat mich schon lange interessiert. Während meiner Zeit beim Einsatzkommando Cobra war ich auch als Sanitäter tätig und hatte dadurch viel mit medizinischen Themen zu tun. Zusätzlich habe ich eine Ausbildung zum diplomierten Gesundheits- und Personal Trainer absolviert.

Besonders prägend ist auch die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann. Gemeinsam planen wir eine moderne Fastenleiterausbildung. Die Theorie findet online statt, die Präsenzphase soll bewusst in Osttirol stattfinden.

Was sind zentrale Prinzipien deiner Fastenarbeit? Gibt es Aspekte, auf die du immer besonderen Wert legst – körperlich wie mental?

Manuel: Meine Fastenmethode basiert auf drei zentralen Säulen: Ernährung, Bewegung und Regeneration.
Mir ist wichtig, dass das Fasten möglichst natürlich abläuft. Klassische Methoden wie Einläufe oder drastische Maßnahmen verwende ich bewusst nicht. Stattdessen steht ein achtsamer Zugang zum eigenen Körper im Mittelpunkt.

Genauso wichtig ist Bewegung, etwa Spaziergänge, leichte Aktivitäten oder Yoga, sowie ausreichend Regeneration. Früher ins Bett zu gehen, das Handy bewusst einmal auszuschalten und zur Ruhe zu kommen, ist für viele Menschen heute ein echter Luxus.

Viele verbinden Fasten mit Verzicht. Was bedeutet Fasten aus deiner Sicht – und was unterscheidet es von klassischen Diäten oder Detox-Angeboten?

Manuel: Fasten bedeutet tatsächlich Verzicht auf Nahrung, aber es ist mehr als das. Durch eine gezielte Vorbereitung gelingt der Einstieg deutlich leichter, sodass viele Teilnehmer während der Fastenphase sogar neue Energie verspüren. Der Körper schaltet dabei in einen natürlichen Recyclingprozess um, der wissenschaftlich als Autophagie bekannt ist. Dabei nutzt der Körper eigene Reserven zur Energiegewinnung.

Im Unterschied zu klassischen Diäten geht es beim Fasten nicht nur um Gewichtsreduktion, sondern um einen bewussten Neustart für Körper und Geist.

Natur als stille Therapeutin: Fasten in Osttirol

Osttirol steht für Ursprünglichkeit, Ruhe und intakte Landschaften. Wie beeinflusst diese Umgebung das Fastenerlebnis?

Manuel: Osttirol spielt für meine Arbeit eine sehr große Rolle. Die Natur, die Ruhe und die Ursprünglichkeit der Region schaffen ideale Voraussetzungen für Fasten und bewusste Auszeiten.

„Osttirol ist nicht überlaufen – genau das macht die Region zu einem echten Luxus.“

Manuel Patterer


Viele Teilnehmende reisen mehrere Stunden an, um hier einige Tage Abstand vom Alltag zu finden. Wanderungen, Gespräche, Musik und die besondere Atmosphäre der Osttiroler Bergwelt machen das Fastenerlebnis noch intensiver.
Für meine Treffen gehören auch ausgewählte Orte dazu, die mit ihrer ruhigen Atmosphäre dieses Erlebnis stimmig abrunden.

Auch zukünftige Projekte, etwa die Fastenleiterausbildung, werden bewusst in Osttirol stattfinden.

Was unterscheidet ein Fasten in Osttirol von einem Aufenthalt in einem städtischen Umfeld oder Wellnesshotel?

Manuel: Im städtischen Raum ist man sofort von Verkehr, Lärm und ständiger Bewegung umgeben.
In Osttirol hingegen tritt man hinaus und steht direkt in der Natur. Man sieht das Grün, hört Vögel zwitschern – und kommt zur Ruhe.
Mit dieser Ruhe verändert sich auch das eigene Empfinden. Man atmet bewusster, wird achtsamer. Wenn dann zusätzlich das Handy ausgeschaltet ist und man nicht erreichbar ist, spüren viele schon nach kurzer Zeit neue Energie.

Der Alltag ist oft dicht gefüllt: Familie, Bekannte, Arbeit, dies, das Ananas – Zeit für sich selbst bleibt dabei oft auf der Strecke. Osttirol bietet genau den Raum, um das wiederzufinden und ist damit ein idealer Ort für Fasten und Regeneration. Genau das zeigen auch die Rückmeldungen vieler Teilnehmer:innen: Sie fühlen sich nach dieser Zeit oft wie neu geboren.

Gibt es ein Erlebnis oder Feedback deiner Teilnehmer:innen, das besonders zeigt, wie stark Osttirol als Fastenregion wirkt?

Manuel: Das schönste Feedback ist, wenn Teilnehmer:innen wiederkommen. Viele Menschen nehmen mehrmals an meinen Programmen teil, weil sie merken, wie gut ihnen diese Auszeit tut.
Viele beschreiben das Gefühl nach dem Fasten als „wie erneuert“. Besonders freut mich, dass viele Gäste Osttirol dadurch immer wieder besuchen und die Region mit Erholung und Gesundheit verbinden.

Manuel Patterer beim Fasten in Osttirol, Blick in den Sonnenuntergang
Manuel blickt in den Sonnenuntergang und sammelt neue Energie

Osttirol als Region für bewusste Regeneration

Inwiefern kann Fasten das touristische Angebot Osttirols ergänzen auch im Kontext von sanftem Tourismus, Ganzjahresnutzung und Gesundheit?

Manuel: Fasten passt sehr gut zum sanften Tourismus in Osttirol. Viele meiner Programme finden bewusst in den ruhigeren Monaten in der Nebensaison statt.
Gerade in dieser Zeit suchen viele Menschen nach Erholung, Bewegung in der Natur und bewusster Regeneration. Fastenseminare können daher auch in der Zwischensaison einen wertvollen Beitrag zur touristischen Vielfalt leisten.
Die Verbindung aus Natur, Gesundheit und Ruhe ist dafür ideal.

Du arbeitest mit Einzelpersonen, aber auch mit Gruppen und Firmen. Was zeichnet deine Begleitung aus und warum ist Osttirol dafür der richtige Ort?

Manuel: Neben Fastenprogrammen begleite ich auch Einzelpersonen im Coaching, wie etwa Sportler:innen oder Menschen mit persönlichen Gesundheitszielen. Dabei arbeite ich sehr individuell und nehme mir bewusst Zeit für jede Person. Meine Erfahrungen aus dem Polizeidienst und aus vielen Jahren intensiver körperlicher Arbeit helfen mir dabei, Trainings- und Gesundheitsprogramme praxisnah zu gestalten.

Osttirol bietet dafür ideale Bedingungen: Bewegung in der Natur, Ruhe und viele Orte, an denen man Abstand vom Alltag findet.

Aussicht vom Schloss Heinfels im Hochpustertal, Ort der Ruhe und Erneuerung
Aussicht vom Schloss Heinfels im Hochpustertal, Ort der Ruhe und Erneuerung

Fastenimpulse für den Alltag – und ein Blick in die Zukunft

Was wünschst du dir für die Zukunft für deine Arbeit als Patchman, aber auch für Osttirol als Region für achtsame Auszeiten und Gesundheitsbewusstsein?

Manuel: Ich wünsche mir, dass immer mehr Menschen bewusste Auszeiten für ihre Gesundheit nehmen und entdecken, wie gut Fasten Körper und Geist tun kann.
Für Osttirol wünsche ich mir, dass die Region weiterhin als Ort für Ruhe, Natur und bewusste Erholung wahrgenommen wird. Die Landschaft, die Ursprünglichkeit und der sanfte Tourismus bieten dafür beste Voraussetzungen.

Osttirol hat alles, was man für echte Regeneration braucht und genau das möchten viele Menschen heute wieder bewusst erleben.

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen und Osttirol als Ort für neue Energie, Ruhe und Regeneration zu entdecken.



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