Viele von euch kennen das: es ist Ferienzeit, der lang ersehnte Familienurlaub steht bevor. Lange bevor die Reise startet, machen sich Eltern Gedanken, wie sie ihren Kindern so viel wie möglich an Abenteuern, Aktivitäten und neuen Entdeckungen im Urlaub bieten können – oftmals rund um die Uhr. Gerade im Urlaub mit Kindern entsteht schnell der Wunsch, möglichst viel mitzunehmen. Ein Ausflugsziel am Vormittag, Mittagessen, danach der nächste Programmpunkt und abends noch schnell ein Sprung in das Freibad. Am Ende sind alle müde.
Ein Urlaub mit der Familie muss aber nicht bedeuten, jeden morgen früh aufzustehen und bis zum Abend von einem Ausflugsziel oder einer Outdoor-Aktivität zur nächsten zu fahren. Gerade im Sommer darf auch einmal das Nichtstun im Mittelpunkt stehen. Osttirol bietet dafür die perfekte Kulisse. Zwischen Bergen, Seen, Wäldern und kleinen Dörfern finden Familien zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu sein – aber genauso gut abzuschalten. Ob jede Menge Action und Abenteuer, gemeinsame sportliche Erlebnisse oder entspannte Tage am See und in den Bergen: In Osttirol lässt sich Familienurlaub so gestalten, wie er zur eigenen Familie passt.
Denn Familienurlaub kann vieles sein. Wir haben ein paar Vorschläge zusammengestellt, wie eine bewusst entspannte Woche in Osttirol aussehen könnte. Als Unterkunftsort und Ausgangspunkt haben wir die Sonnenstadt Lienz ausgewählt.
Tag 1: Ankommen, auspacken und erst einmal durchatmen
Der erste Urlaubstag gehört dem Ankommen. Nach der Fahrt müssen keine großen Ausflugsziele auf dem Programm stehen. Koffer auspacken, die Unterkunft erkunden und vielleicht gemeinsam einen kleinen Spaziergang machen – mehr braucht es am ersten Tag nicht. Wer in der Nähe von Lienz Urlaub macht, kann am Nachmittag gemütlich durch die Altstadt schlendern. Kleine Geschäfte, Cafés und sonnige Plätze laden zum Verweilen ein. Lienz verbindet Naturerlebnis mit einem entspannten, beinahe mediterranen Stadtgefühl. Und natürlich gehört zum ersten Urlaubstag ein Eis.

Tag 2: Bergpanorama genießen – ohne große Wanderung
Heute geht es hoch hinaus, aber ganz entspannt. Eine Fahrt mit der Bergbahn ist eine schöne Möglichkeit, die Osttiroler Bergwelt zu erleben, ohne gleich eine große Wanderung daraus zu machen. Rund um Lienz bietet beispielsweise das Zettersfeld Möglichkeiten für Familien, Natur und Panorama zu genießen. Oder auf den Hochstein, den Lienzer Haus- und Erlebnisberg.
Oben angekommen, darf jeder selbst entscheiden: Die Kinder möchten spielen? Perfekt. Kinderspielplatz, Hochseilgarten, Golfanlage, Streichelzoo oder Osttirodler stehen bereit. Und wenn die ganze Familie Lust auf Action hat, kann aus dem entspannten Bergtag natürlich auch schnell ein richtiger Abenteuertag werden. Die Eltern möchten auf einer Bank sitzen und den Blick auf die Lienzer Dolomiten genießen? Auch perfekt. Im Familienurlaub geht es nicht darum, am Abend möglichst viele Kilometer vorweisen zu können. Es geht darum, dass alle zufrieden ins Bett gehen.


Tag 3: Ein entspannter Familientag am Tristacher See
Heute steht Baden und Nichtstun auf dem Programm. Der Tristacher See liegt südlich von Lienz und ist ein wunderbarer Ort für einen entspannten Familientag. Im Sommer bietet der Naturbadesee die perfekte Kombination aus Wasser, Liegewiese und Bergkulisse. Für Kinder gibt es einen Spielplatz und weitere Möglichkeiten, sich auszutoben, während die Eltern es sich auf der Liegewiese gemütlich machen können. Auch ein Buffet-Café gehört zum Angebot. Einfach schwimmen, spielen, lesen, in der Sonne liegen und zwischendurch eine Kleinigkeit essen. Und genau darum geht es heute: Kein Sightseeing. Keine lange Autofahrt. Kein Zeitdruck.

Tag 4: Eine gemütliche Almwanderung für die ganze Familie
Heute geht es ganz entspannt mit dem öffentlichen Bus in den Nationalpark Hohe Tauern in das Gschlößtal oberhalb von Matrei. Startpunkt der Wanderung ist beim Matreier Tauernhaus, gemütliche 1,5 Stunden ist man am leichten Wanderweg unterwegs. Entlang des Weges gibt es so viel zu entdecken, besonders, wenn man sich die Zeit nimmt und auf Kleinigkeiten achtet. Die Tier- und Pflanzenwelt bietet so vieles an Wunder, man muss nur genau hinschauen. Eine Jause auf einer der Hütten im Außer- oder Innergschlöß, ein Blick auf die Berg- und Gletscherwelt und ganz wichtig – ein gemeinsames Erinnerungsfoto. Mehr braucht es eigentlich nicht. Denn schließlich ist Urlaub auch dazu da, einfach einmal auf einer Bank zu sitzen und gemeinsam auf die Berge zu schauen.
Wenn das Interesse am Nationalpark Hohe Tauern und der einzigartigen Natur Osttirols gewachsen ist, kann man am Rückweg in Matrei noch das Nationalparkhaus besuchen. Die interaktive Ausstellung stellt verschiedene (Er)-Lebensräume des Schutzgebiets vor und macht Lust auf die Entdeckung in der freien Natur.


Tag 5: Tiere entdecken im Wildpark Assling
Heute steht ein Ausflugsziel am Programm, das Erlebnis und Erholung wunderbar verbindet: ein Besuch im Wildpark Assling. Auf rund 80.000 Quadratmetern Wald- und Wiesenfläche leben dort 35 verschiedene Tierarten. Bei einem etwa 1,5-stündigen Rundgang können Familien unter anderem Hirsche, Murmeltiere und Luchse beobachten. Dazu kommen interaktive Spielstationen und ein großer Spielplatz. Und wenn die Kinder danach noch Energie haben, gibt es mit der Sommerrodelbahn eine optionale Portion Action. Das Schöne: Der Besuch lässt sich ganz ohne Zeitdruck gestalten. Nach dem Rundgang gibt es eine gemütliche Jause. Die Kinder können noch auf dem Spielplatz bleiben, während die Eltern eine kleine Pause genießen. Ein Ausflug muss nicht immer Action bedeuten. Tiere beobachten, langsam durch den Wald gehen und gemeinsam etwas Neues entdecken – genau solche Erlebnisse entschleunigen.
Nach der Rückkehr in die Unterkunft steht ein freier Nachmittag am Programm. Ein Buch lesen. Gemeinsam Spiele ausprobieren. Einfach nur die Zeit gemeinsam verbringen.


Tag 6: Ausschlafen und den Urlaub langsam ausklingen lassen
Der letzte Urlaubstag muss nicht mit einem großen Ausflug enden. Im Gegenteil: Wir würden ihn ganz bewusst langsam angehen. Ausschlafen, lange frühstücken und anschließend noch einmal das machen, was der Familie während der Woche am besten gefallen hat. Vielleicht geht es noch einmal an den See. Vielleicht gibt es noch eine leichte, kurze Wanderung. Oder vielleicht passiert einfach gar nichts. Und genau das ist erlaubt.

Unser Ritual zum Abschluss des Familienurlaubs
Beim letzten Abendessen stellt jeder die gleiche Frage: „Was war dein schönster Moment in Osttirol?“ Die Antworten der Kinder sind oft überraschend. Vielleicht war es der Badetag? Oder das Tier im Wildpark? Am Ende sogar die Eisdiele? Oder vielleicht war es der Nachmittag, an dem niemand etwas vorhatte. Und vielleicht ist das schönste Urlaubserlebnis am Ende gar kein bestimmter Ausflug. Vielleicht ist es der Moment, in dem die Kinder nach einem langen Badetag müde auf der Rückbank einschlafen, die Berge im Abendlicht leuchten und plötzlich alle merken:
„Wir haben eigentlich gar nicht viel gemacht –
und genau das war wunderschön.“
Gerade Kinder brauchen im Urlaub nicht jeden Tag eine neue Attraktion. Sie brauchen Raum zum Spielen, Entdecken und manchmal auch zum einfachen Nichtstun. Aber genauso darf ein Familienurlaub voller Erlebnisse, Bewegung und Abenteuer sein. Denn manche Familien tanken beim gemeinsamen Wandern, Radfahren, Klettern oder bei einer rasanten Abfahrt am meisten Energie. Ob entspannte Tage am See oder actionreiche Abenteuer in den Bergen – wichtig ist am Ende nur, dass die gemeinsame Zeit als Familie im Mittelpunkt steht.

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