Menü

Wonach suchst du?

zurück

Drauradweg – mit dem Rad entlang der Drau radeln

Drauradweg – mit dem Rad entlang der Drau radeln
23. August 2021

Heute nehmen wir dich mit auf eine Entdeckungsreise entlang der Drau von Sillian bis in die Sonnenstadt Lienz. Wir entdecken die Drau und das gesamte Pustertal von einer neuen Perspektive. Komm und tritt mit uns in die Pedale und entdecke den Drauradweg!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

„I bin mitn Radl do!“

Manfred, Natalie, ich und die zwei kleinen Radprofis Theo und Luis starten unsere Radfahrt in die Hauptstadt Osttirols in Sillian beim Sport 2000 Sunny. Vom E-Bike Fully bis zum Trekking Bike gibt es hier alles auszuleihen. Von waghalsigen Downhill-Fahrten bis zu gemütlichen Familientouren ist für jedes Vorhaben ein Rad dabei. Mountain- oder Trekkingbikes kosten hier zwischen 17 und 25 Euro pro Tag. Von den vielen Citybikes darf sich der kleine Theo eines aussuchen. Bergmann Reinhard, Inhaber des Sport 2000 Radverleih bei der Talstation des Skigebiets Hochpustertal übergibt uns die passenden Fahrräder, erläutert die richtige Verwendung des Kindersitzes und andere wichtige Sicherheitsmerkmale und wünscht uns viel Spaß und eine gute Fahrt.

Auf geht`s!

Theo und Luis können es kaum noch erwarten, auf dem Drauradweg endlich nach Lienz zu düsen. Der kleine Theo sitzt bei der Mama im Kindersitz und Luis wird mit einem kleinen Tandemrad hinterhergezogen. Der Papa hat es dabei natürlich etwas anstrengender als Luis, der sich gemütlich den Fahrtwind ins Gesicht wehen lässt und den Papa beim Treten auslacht. 

Unseren ersten Stopp machen wir beim Stausee in Tassenbach. Während die Kinder im Wasser plantschen, machen wir eine kleine Trinkpause. Danach geht es bei ungetrübtem Sonnenschein weiter über Felder, vorbei an den Ortschaften Strassen und Abfaltersbach. Besonders schön sind die vielen alten Bauernhöfe entlang des Radweges, die im Hochsommer in voller Pracht erstrahlen.

Radeln, so lange die Kraft reicht.

Durch insgesamt 7 Bahnhöfe auf der Bahnstrecke von Lienz nach Thal kannst du deine Route auf dem Drauradweg beliebig planen und so weit fahren wie du möchtest. Wenn das Wetter plötzlich umschlagen sollte, ist der nächste Bahnhof meistens nicht weit. Durch die stündlich verkehrenden Züge halten sich die Wartezeiten dabei auch in Grenzen. Der Drauradweg ist bei italienischen Gästen sehr beliebt und daher in den Sommermonaten Juli und August stark frequentiert. Wenn du den Radweg also so gut wie für dich alleine haben möchtest, solltest du so früh wie möglich vor dem Hauptstrom starten. Durch verschiedenste Naturräume führt der Drauradweg über insgesamt 750 km von Toblach in Südtirol bis nach Kroatien und ist bekannt für seine Schönheit und Qualität.

Dem Rauschen des Wassers folgen.

Durch Wälder, Moore, kleine Dörfer, vorbei an schroffen Felswänden und Schluchten radeln wir nun weiter durch das Pustertal. Immer wieder kommen wir an beschaulichen Plätzen am Ufer der Drau vorbei, die zur Rast einladen. Nach einem wohlverdienten Apfel tobt sich Theo mit ein paar Steinen am Ufer der Drau aus. Das kalte Wasser der Drau lädt ein die Füße einzutauchen oder sich einfach mal gegenseitig nass zu spritzen. Die perfekte Abkühlung bevor wir weiterfahren. Stetig leicht abwärts rollen wir dann weiter auf dem Weg nach Lienz.

Ganz ohne Mühe und mit leichten Tritten in die Pedale radeln wir über den Radweg, immer begleitet von der Drau und vorbeirauschenden Zügen. Der perfekte Ausflug also, um endlich mal abzuschalten und dem ganzen Alltagstress sozusagen „davon zu fahren“. Es gibt nichts Schöneres, als den kühlen Fahrtwind an einem schwülen Sommertag im Gesicht zu spüren, dem Rauschen des Wassers zuzuhören und einfach so dahinzurollen.

Die Lienzer Dolomiten vor Augen.

Zwischen Thal und Lienz kommen wir an einem riesigen Hangrutsch vorbei, der 2010 einen großen Teil des Drauradweges wegriss. Heute, 11 Jahre danach, führt der Radweg wieder sicher über die Erdmassen. Ein paar Hinweisschilder weisen auf die Naturkatastrophe am Drauradweg hin. Auf den letzten Kilometern unserer Fahrt nach Lienz wird das Pustertal immer schmäler. Langsam kommen wir auch den markanten Berggipfeln der Lienzer Dolomiten näher. Von den vielen Kurven wird Theo im Kindersitz langsam müde, legt den Kopf zurück und macht die Augen zu, während Natalie das Rad durch den kurvigen Wald lenkt. Besonders schön sind auch die zahlreichen Pflanzen die entlang der Drau wachsen. Eine wahre Schatzkammer der Natur!

Einkehr in der Galitzenklamm.

Luis ist schon fix und fertig vom ganzen Treten. Nur der Gedanke an ein leckeres Schnitzel mit Pommes konnten ihn auf den letzten Metern noch motivieren, den Papa beim Treten zu unterstützen. Bei der Galitzenklamm in Leisach, kurz vor Lienz, gab es dann ein kühlendes Getränk und das lang ersehnte Schnitzel. Hier gibt es aber auch andere traditionelle Osttiroler Spezialitäten und wer auf der Suche nach Adrenalin und Abenteuer ist, kann auch nachher noch am Klettersteig in der Galitzenklamm sein Können beweisen. Kinder haben hier die Möglichkeit sich im Wasserpark und dem Spielplatz auszutoben. Das perfekte Ausflugsziel für die heißen Sommertage!

Willkommen in der Sonnenstadt Lienz.

Um die Mittagszeit, in der prallen Sonne, ist es auf unserer letzten Strecke nach Lienz schon sehr heiß geworden. Wie bestellt kam da ein kühlender Regenguss, der einige Minuten dauerte, und dann vom Sonnenschein wieder abgelöst wurde. Neben dem Drauradweg kurz vor Lienz hören Luis und Theo plötzlich das Grollen eines heranrollenden Zuges. Mit funkelnden Augen schauen die Kinder dem bunten Zug, der an ihnen vorbei düst, nach. Die Vorfreude auf die Zugfahrt nach Hause ist groß. Sie können es wahrhaftig kaum mehr erwarten.

Beim Stadteingang von Lienz werden wir von einem großen Schriftzug „Willkommen“ geheißen. Auf einer großen Informationstafel sehen wir noch einmal die gesamte Route des Drauradweges und wo genau wir uns gerade befinden. In Lienz gab es dann natürlich noch das obligatorische Eis für die tapferen Radler beim „Il Gelato„. Meiner Meinung nach ja immer noch das beste Eis in der Stadt. Während die Kinder dem Kellner stolz erzählen, welche Strecke sie heute mit ihren Fahrrädern schon zurück gelegt haben genießen Natalie und Manfred einen Kaffee in der gemütlichen Atmosphäre der Lienzer Innenstadt.

Bequeme Rückfahrt mit dem Zug.

Mit dem Radverleih Sport Sunny 2000 haben wir die Möglichkeit, unsere Fahrräder in Lienz zurückzulassen und ganz bequem ohne großes Schleppen, mit der Bahn wieder nach Hause zu fahren. Wir müssen die Fahrräder nur in Lienz abstellen, sichern und müssen uns dann keine Sorgen mehr darüber machen. Mit der VVT oder der ÖBB App buchen wir kurz vor unserer Fahrt am Hauptplatz in Lienz unser Ticket für die Heimfahrt.

Wir müssen somit am Bahnhof nicht mehr nach einem Ticket- Automaten suchen oder uns beim Bezahlen mit dem ganzen Kleingeld herumärgern. So bekommen wir ganz einfach und unkompliziert unser Ticket per Mail oder mit der App auf unser Handy. Auf dem Ticket befindet sich natürlich ein QR-Code, den der Schaffner/die Schaffnerin später einscannen kann.

Kurz nach der Abfahrt sind Theo und Luis sehr aufgeregt und freuen sich auf die Zugfahrt. Vom Zug aus können wir nun die Strecke, die wir mit unseren Fahrrädern zurückgelegt haben, nochmal ansehen. Bei den ganzen vorbeiziehenden Bäumen und Bergspitzen werden die Jungs langsam müde und schließen nach einem langen, spannenden Tag langsam ihre Augen.

Dieser Blogbeitrag ist Teil des Interreg Projektes SMACKER und wird in Kooperation mit dem Regionsmanagement Osttirol umgesetzt.

SMACKER-Logo

5 1 Bewertung
Bewertung

Hinterlasse dein Feedback

0 Kommentare
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen