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In die Berg bin i gern…

In die Berg bin i gern…

Wer meine Bergerlebnisse bis jetzt gelesen hat weiß, dass das Virgental zu einem meiner Lieblingswandergebiete gehört. Nun musste es einmal, wie man so schön bei uns in Osttirol sagt, die „Schattseite“ sein. Von uns ausgewählt wurde das 2. Teilstück des Lasörlinghöhenweges: Wetterkreuzhütte – Zupalseehütte – Lasörlinghütte.

Was uns besonders gefallen hat ist, dass wir die Höhenmeter zur Wetterkreuzhütte mit dem Virgentaler Hüttentaxi zurücklegen konnten. Warum die eigenen Kräfte verbrauchen, wenn es geeignete Aufstiegshilfen in Form von Liften oder Taxis gibt? Wir stellten das Auto in der Früh bereits zum Endpunkt unserer Wanderung. Von dort aus hat uns der Fahrer zu unserer Wanderung abgeholt. Bei der Wetterkreuzhütte ausgestiegen, eröffnete sich uns ein tolles Panorama – das Virgental tief unter uns und die hohen Gipfel rund um uns.

Der Weg war angenehm breit und ganz gemütlich wanderten wir in Richtung Zupalseehütte, die wir  nach ca. 1¼ Stunden erreichten. Wir waren ganz schön froh, dass einige Wolken die Sonne verdeckten und es dadurch nicht so heiß war. Gemütlich tranken wir einen Tee und unser Blick schweifte über den Zupalsee. Wasser hat immer eine beruhigende Wirkung, stellten wir fest.

Unser Weg führte uns in Richtung Merschenalm. Da es jedoch zwei Strecken gab, entschieden wir uns, nicht direkt bei der Alm vorbeizugehen, sondern oberhalb zur Merschenhöhe aufzusteigen. Vorbei an kleinen Gebirgsseen errreichten wir bald den höchsten Punkt unserer Wanderung. Hier beschlossen wir eine kurze Rast zu machen, um die Aussicht zu genießen.

Bald schon entdeckten wir am Gegenhang unser vorläufiges Etappenziel – die Lasörlinghütte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass uns Hunger und Durst so richtig antrieben. Nach 4,5 Stunden Gehzeit gelangten wir zur wunderschön gelegenen Hütte.

Nun hatten wir uns eine Stärkung in Form eines sauren Radlers verdient. Das ist ein mit Mineralwasser gespritztes gutes einheimisches Gösser Bier. Nach einem gemütlichen Mittagessen hatten wir nur mehr den Abstieg durch das Mullitztal vor uns. Das werden wir auch bald erledigt haben, dachten wir uns! Naja, was soll ich sagen: falsch gedacht.
Hinten nach betrachtet war der Abstieg die schweißtreibendste Erfahrung dieses Tages. Vor allem die vielen Höhenmeter gingen uns ganz schön in die Knie. Zwischendurch dachten wir uns schon, ein Taxi oder einen Hubschrauber zu bestellen aber am Ende haben wir uns doch für unsere Füße entschieden.

Am letzten Teilstück kamen wir noch in einen kräftigen Regenguss und somit waren wir auch schon geduscht. Nach ca. 6,5 Stunden erreichten wir unser Auto und werden noch lange an diese schöne Wanderung zurückdenken!

Lasörlinghütte
Lasörlinghütte

So spannend war der erste Teil der Wanderung durch das Virgental.

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