Hoch Kultur Festival in Innervillgraten von 12.-15.8.2026
Es gibt Orte, an denen Musik klingt, und es gibt Orte, an denen Musik einen ganzen Raum einnimmt. Innervillgraten gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Wer das Hoch Kultur Festival besucht, merkt schon nach wenigen Minuten: Hier klingt Musik anders. Sie wird weiter, tiefer, unmittelbarer. Und sie wirkt auf die Menschen, die ihr zuhören.
Die Musicbanda Franui hat das Hoch Kultur Festival ins Leben gerufen. Franui kennt diesen Klangraum wie kaum jemand sonst, denn die meisten des 10-köpfigen Ensembles sind hier aufgewachsen. Mittlerweile gastieren sie bei den Salzburger Festspielen, dem Burgtheater und der Elbphilharmonie in Hamburg. Ihre Musik, die sich zwischen Volksmusik, Klassik, Jazz und zeitgenössischen Klängen bewegt, ist geprägt von dieser Landschaft. Vielleicht ist das der Grund, warum das Festival so authentisch wirkt.

Das Hoch Kultur Festival nutzt die besondere Atmosphäre der Alm. Die Open-Air-Konzertbühne liegt auf 1.673 Metern Höhe, eingebettet in die alpine Berglandschaft. Es ist ein Ort, an dem sich Klang frei entfalten kann. Wenn ein Cello ansetzt oder eine Trompete ertönt, trägt die Umgebung den Ton weiter. Es entsteht ein Dialog zwischen Musik und Natur, der in dieser Form selten ist.

Franui lädt musikalische Freund:innen und Weggefährt:innen auf die Alm, die sonst nur in großen Konzertsälen auftreten. Viele von ihnen sprechen nach ihrem ersten Auftritt in Innervillgraten von einem „anderen Hören“. Von einer Konzentration, die sich nicht erzwingen lässt, sondern entsteht. Von einem Publikum, das offener und präsenter wirkt. Wer die knappe Stunde zur Konzertbühne auf der Alm hinaufgeht, entscheidet sich bewusst für diesen Moment. Für ein Konzert, das nicht nur gehört, sondern erlebt wird.



Wenn Nicholas Ofczarek mit seiner unverwechselbaren Stimme Textauszüge aus Thomas Bernhard „Holzfällen“ liest, wenn Florian Boesch eine Liedzeile aus „Die schöne Müllerin“ singt, wenn Wolfgang Muthspiel, einer der besten Gitarristen des Landes, zu spielen beginnt, wenn die feinen, fast schwebenden Klänge des Zimbals von Áron Horváth und die klare, atmende Musikalität von Viviane Chassot am Akkordeon ertönen, zeigt sich, wie sich die Kunst mit dem Ort verbindet. Und wie ein Konzert auf der Alm zu einem Moment wird, der lange nachklingt.
Alle Informationen: https://www.hochkulturfestival.at/

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