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Natur & Gesundheit

3 Nachhaltigkeitstipps für deinen Urlaub in Osttirol

3 Nachhaltigkeitstipps für deinen Urlaub in Osttirol
© Robert Gutwenger

Warum hängen wir Einheimischen so sehr an unserem kleinen, aber feinen Osttirol? Warum schätzen unsere lieben Gäste den Aufenthalt in Osttirol so sehr und kehren immer wieder zurück? Das hat sicherlich viel mit unserer authentischen Art und Weise zu leben, sowie der überwiegend unverbrauchten Natur zu tun. Damit diese unbezahlbare Natur so kostbar bleibt, ist eine möglichst nachhaltige Lebensweise notwendig. Ich zeige dir in drei Bereichen einige Nachhaltigkeitstipps, bei denen du uns dabei helfen kannst, dass Osttirol weiterhin ein so idyllisches und ursprüngliches Plätzchen bleibt.  

Ein Platz zum Innehalten – der Geigensee im Defereggental

1. Mobilität

Der überwiegende Teil des CO2 Ausstoßes während eines Urlaubes wird durch die An- und Abreise verursacht. Am nachhaltigsten wäre die Anreise daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bezirkshauptstadt Lienz ist gut an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen und von unserem neuen Mobilitätszentrum kommst du beinahe stündlich in alle Täler. Die öffentliche Anreise ist nicht immer von überall problemlos durchführbar aber schau einfach einmal welche Möglichkeiten es von dir zu Hause aus gibt. Ich liebe das Gefühl, wenn ich mich im Zug oder Bus nur zurücklehnen brauche und jemand anderes sich um Verkehr und Navigation kümmert. Einfach nur aus dem Fenster schauen und an die nächsten Tage denken – da fängt der Urlaub wirklich schon zu Hause an! Die Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln kannst du übrigens super dazu nutzen, letzte Tipps für deinen Urlaub in Osttirol zu recherchieren, falls die Zeit daheim zu stressig dafür war 😊

ÖBB Railjet Zug
Im Stau stehen ist mit der Bahnanreise kein Thema

Was tun mit sperrigem Gepäck?

„Wie soll ich denn mit meiner Sportausrüstung öffentlich anreisen?“ – ein Argument, das ich oft höre und ja, es ist manchmal wirklich bequemer die Sachen einfach ins Auto zu werfen. Aber die meisten sperrigen Sportgeräte kannst du auch ganz einfach vor Ort ausleihen. Egal ob im Sommer Mountainbike, E-Bike, Rennrad oder im Winter Alpin Ski, Tourenski und Schlitten, das Equipment für so ziemlich jeden Sport ist vor Ort erhältlich. Wenn du die Sportart vielleicht nicht regelmäßig, sondern nur im Urlaub ausübst, könntest du dir damit obendrein noch Geld sparen. Eine weitere Möglichkeit stellen die immer beliebter werdenden Gepäckservices dar: einfach Gepäck zu Hause von der Spedition abholen lassen und vor Ort in der Unterkunft warten deine Sachen dann schon auf dich!

Skitourenausrüstung
Eine Tourenskiausrüstung benötigt viel Platz

Keine Vernünftige Verbindung?

Mir ist natürlich bewusst, dass eine öffentliche Anreise nicht immer möglich ist. In dem Fall könntest du deinem Auto zumindest vor Ort eine Pause gönnen und auf den öffentlichen Verkehr in Osttirol setzen. Wusstest du, dass der öffentliche Verkehr für dich als Gast im ganzen Bezirk kostenlos ist?

Für die Frühaufstehenden gibt es außerdem jede Menge Wanderbusverbindungen und wenn du ganz flexibel sein willst, kannst du auch das Osttiroler Flugs benützen, ein Elektro-Auto, dass sich spielerisch leicht per App buchen lässt und mittlerweile an mehreren Orten zu finden ist. Übrigens, solltest du selbst ein Elektro-Auto besitzen, dann hab keine Scheu. Das Ladenetz in Osttirol ist gut ausgebaut und in zahlreichen Unterkünften kannst du dein Auto schon bequem vor Ort aufladen.

Tipp: In Osttirol warten 667 Kilometer an Rad- und Mountainbikestrecken darauf erkundet zu werden. Das Fahrrad ist nicht nur die nachhaltigste (neben deinen Beinen 😉) Art der Fortbewegung, es bietet dir auch Flexibilität und kombiniert rasches Vorankommen mit der Möglichkeit gleichzeitig unsere wunderschöne Landschaft intensiv wahrzunehmen. Mit dem E-Bike musst du dir außerdem keine Sorgen um die Kondition machen!

Zwei E-Bike Fahrer auf der Eisseehütte
Zahlreiche ausgewiesene Bikestrecken bieten traumhafte Ausblicke

2. Regional konsumieren

Osttirol mit seinen knapp 50.000 Einwohnern und seiner gut 2000 km² großen Fläche ist wirtschaftlich eher kleinstrukturiert organisiert. Bei den in Osttirol hergestellten Produkten wird dafür umso mehr Wert auf Qualität, sowie die Erhaltung von teils Jahrhunderte alten Herstellungsmethoden gelegt.

Brettljause Jagdhausalm

Die vielen Vorteile…

Unterstützung der lokalen Wirtschaft: Durch den Kauf heimischer Produkte unterstützt du die lokale Wirtschaft und trägst dazu bei, Arbeitsplätze in der Region zu erhalten.

Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks: Lokale Produkte haben oft einen geringeren ökologischen Fußabdruck, da sie weniger Transportwege zurücklegen müssen und dadurch zu einer Verringerung der CO2-Emissionen führen.

Frische und Qualität: Lokale Produkte werden oft frischer und in der Saison geerntet oder hergestellt. Dadurch behalten sie ihren Geschmack und ihre Nährstoffe besser bei.

Vielfalt und Regionalität: Der Kauf lokaler Produkte unterstützt die Vielfalt der regionalen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Er fördert den Erhalt von traditionellen Sorten, Rezepten und landwirtschaftlichen Praktiken, die oft eng mit der Kultur und Geschichte Osttirols verbunden sind.

Gemeinschaftsgefühl und soziale Bindungen: Der Kauf heimischer Produkte bringt dich häufig in direkten Kontakt mit den Menschen, die hinter der Produktion stehen. Die daraus entstehende Verbundenheit tut der Seele beider Seiten gut.

Was und wo?

Wie du siehst, Osttiroler Produkte zu kaufen und zu konsumieren macht nicht nur Sinn, es gleicht eher einer WIN-WIN Situation. Bleibt nur noch die Frage was und wo es alles so im Bezirk gibt.

  • Bauern- & Hofläden: Mein persönlicher Nummer eins Tipp ist ein (Erlebnis)Einkauf in unseren zahlreichen Hofläden! Die Produkte kommen direkt vom Bauer und sind geschmacklich einfach unvergleichlich gut. Im Supermarkt ist die genaue Herkunft von Produkten oft nur sehr schwer bis gar nicht nachzuvollziehen. Im Hofladen klopfst du einfach ein paar Meter weiter an der Haustür und der Produzent höchstpersönlich kann dir Auskunft geben.
Hofladen Familie Girstmair
  • Märkte: Jeden Freitag und Samstag entsteht in der Messinggasse in Lienz echtes Marktfeeling! Dort findet der Stadtmarkt statt, wo du gebündelt jede Menge heimische Schmankerln findest. Außerdem sehr bekannt sind der jährliche Ostermarkt in Lienz sowie die zahlreichen Adventmärkte in der Winterzeit. Am Ende des Beitrags findest du hilfreiche Links mit weiteren Informationen zu Märkten.
Stadtmarkt Lienz
  • Osttirol Frühstück: In über 30 Betrieben kannst du dieses ganz besondere Frühstück aus Osttiroler Produkten genießen. Warum besonders? Weil die Osttirol Frühstück Produzenten neue Ideen mit ihrem langjährigen Wissen von generationsübergreifenden Rezepten kombinieren und mit viel Liebe sowie Achtung vor Natur und Tier einzigartige regionale Spezialitäten kreieren.
Osttirol-Frühstück
  • Gasthäuser: Die Osttiroler Gastronomie hat wirklich einiges zu bieten, von traditioneller- bis Haubenküche ist für jeden Gusto etwas dabei. Die meisten Gastronomen setzen, wo möglich, bereits sehr viel auf regionale Produkte. Wenn du genauere Informationen dazu willst, wirf einen Blick auf die Webseiten oder ruf einfach vor Ort an.
Brot backen am Kals Matreier Törl
  • Osttiroler Handwerk: Bei regionalen Produkten denkt man oft nur an Lebensmittel. In Osttirol werden aber auch Seifen, Kleidung, Getreidemühlen, Drogerieprodukte, Krippen, Besen, Matratzen, Möbel, Wolle, Kunstwerke aus verschiedensten Materialien und vieles mehr hergestellt. Stets fern von jeglicher Massenherstellung am Fließband, sondern mit viel Liebe zum Detail und mit der Prämisse ein Ergebnis in höchster Qualität zu erzeugen. So wird jedes Souvenir aus Plastik überflüssig und sorgt zu Hause bei Familie und Freunden garantiert für spezielle Emotionen.
freilichtmuseum alpines leben lodenstampf

3. Verhalten in der Natur

Die Natur ist für uns Osttiroler der Kraftplatz schlechthin. Probleme mit der physischen/psychischen Gesundheit?  Auf der Suche nach Erholung und Entspannung? Stimmungsschwankungen und Stress? Fehlende Kreativität? Ab in den Wald, ab auf den Berg, einfach ab in die Natur! Das mindeste, was wir ihr im Gegenzug zurückgeben können, ist ein respektvoller und wertschätzender Umgang. Hilf auch du dabei, dass die Praxis von Dr. Natur noch viele Jahre geöffnet bleibt.

Was können wir tun?

Müll wieder mitnehmen: Herumliegender Müll ist nicht nur optisch abscheulich anzuschauen, er kann auch schwerwiegende Umweltschäden verursachen und natürliche Ökosysteme negativ beeinflussen. Also bitte nimm deinen anfallenden Müll einfach wieder mit ins Tal und entsorge ihn dort vorschriftsgemäß. Solltest du übrigens auf Wanderwegen keine Müllbehälter vorfinden, ist das durchaus bewusst so geplant. Auf Wanderwegen fährt nun mal keine Müllabfuhr. Tipp am Rande: Vermeide am besten generell Einweggebinde und verwende stattdessen wiederverwendbare Behälter.

Auf Wegen bleiben: Wanderwege werden oft so angelegt, dass sie sensible Ökosysteme schützen. Wenn du von den markierten Wegen abweichst, könntest du empfindliche Pflanzen zerstören, Lebensräume von Tieren stören und die Bodenerosion fördern.

Wandern im Herbst Osttirol

Schutzzonen beachten: Besonders im Winter ist es wichtig, Wald- und Wildschutzzonen zu beachten. Diese Zonen bieten den Wildtieren einen störungsfreien Rückzugsort. Einen Überblick der Schutzzonen findest du häufig beim Einstieg von Touren auf speziellen Tafeln oder du schaust einfach auf unserer interaktiven Karte nach.

Panoramatafel Schutzzone

Achtsamkeit gegenüber Pflanzen: Auch wenn es oft verlockend ist ein Edelweiß oder Enzian als Souvenir mitzunehmen, zahlreiche Pflanzen sind streng geschützt und werden in der Natur dringend benötigt.

Edelweiss
Das Edelweiss ist streng geschützt

Respektiere die Tiere: Bitte vergiss nicht, dass wir in den Lebensraum der Tiere eintreten und nicht umgekehrt. Wildtiere sind Gewohnheitswesen und können mit Stress schlecht umgehen, also bitte halte Abstand, füttere sie nicht und ganz wichtig: Hunde stets an der Leine führen.

gams-im-nationalpark-hohe-tauern

Vielen Dank für deine Unterstützung und hoffentlich bis bald in Osttirol!

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